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Prozess in USA kostet Pharmariesen GlaxoSmithKline Milliarden

Washington Mit der Zahlung einer Milliardensumme hat der britische Pharmariese GlaxoSmithKline den grössten Betrugsprozess im US-Gesundheitswesen beigelegt.

Das Unternehmen bekannte sich teilweise schuldig und zahlt nun insgesamt drei Milliarden Dollar, damit die Ermittlungen eingestellt werden, wie der Konzern am Montag mitteilte. In dem langwierigen Rechtsstreit ging es unter anderem um die Untersuchung von Werbe- und Verkaufspraktiken bei mehreren Medikamenten des Unternehmens in den USA, darunter das umstrittene Diabetes-Medikament Avandia sowie die Antidepressiva Paxil und Wellbutrin. Im November hatte der Konzern bereits von einer grundsätzlichen Einigung mit den Behörden in dem Verfahren gesprochen. Konzernchef Andrew Witty zufolge hat Glaxo inzwischen die Werbe- und Vertriebspraktiken in seinem US-Geschäft grundsätzlich geändert. «Wenn notwendig haben wir Beschäftigte entlassen, denen Fehlverhalten nachgewiesen wurde,» erklärte der Manager. Die Ermittlungen wurden 2004 von der Staatsanwaltschaft im Bundesstaat Colorado eingeleitet. Im weiteren Verlauf hatte das US- Justizministerium die Ermittlungen an sich gezogen. Um den Streit beizulegen zahlen die Briten nun eine Milliarden Dollar zur Beendigung der strafrechtlichen Untersuchungen und zwei Milliarden Dollar um auch die zivilrechtlichen Aspekte abzudecken. Zudem stimmte der Konzern zu, dass seine Vertriebspraktiken in den Vereinigten Staaten durch die US-Regierung überwacht werden.

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