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Raiffeisen-Chef: «Ich kann mit gutem Gewissen in die USA einreisen» Bank will sich von allen Kunden mit US-Bezug trennen

Bei der Raiffeisen-Gruppe haben 220 US-Kunden insgesamt 58 Millionen Franken deponiert.

Das sagt Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz im Interview mit dem «SonntagsBlick». Die Bank trennt sich nun von allen Kunden, die mit der USA verlinkt sind. Dazu gehören zum Beispiel auch Schweizer, «die Kinder haben, die dort studieren», so Vincenz. Insgesamt seien drei Prozent der Raiffeisenkunden Ausländer. Die US-Kunden habe die Bank nicht aktiv gesucht. «Wir entschieden uns im vergangenen Herbst, keine Depotbeziehungen mit US-Amerikanern mehr zu unterhalten. Unser Geschäft war nie auf sie ausgerichtet», so Vincenz. Die Bank gebe auch keine englischen Bankverträge ab. «Trotzdem haben 220 solcher Kunden mit einem engen Bezug zur Schweiz bei uns 58 Millionen Franken deponiert». Er könnte mit gutem Gewissen in die USA einreisen, so der Raiffeisen-Chef weiter. Die Raiffeisen-Gruppen hat Ende Januar den grössten Teil des Geschäfts der St. Galler Privatbank Wegelin gekauft und führt es unter dem Namen Notenstein Privatbank weiter. Wegelin geriet unter den Druck der US-Justiz, weil die Bank unversteuerte Gelder von ehemaligen UBS-Kunden übernommen haben soll. Wegelin wurde offiziell in den USA angeklagt. Die Wegelin-Übernahme habe bei Raiffeisen-Genossenschafter vereinzelt zu Kritik geführt, sagt Vincenz weiter. «Wir nehmen diese Bedenken ernst. Es gibt einen grossen Kommunikationsbedarf. Ich werde mich persönlich stark engagieren, um die Geschäftslogik der Übernahme der Notenstein Privatbank in den nächsten Tagen zu erklären - und warum das zur bereits früher definierten Strategie passt», sagte Vincenz.

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