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Kann ich rückwirkend der Pensionskasse beitreten?

Über die Folgen eines Versäumnisses der Arbeitgeberin.

Die berufliche Altersvorsorge ist erst ab dem Alter von 24 Jahren obligatorisch. Foto: Keystone
Die berufliche Altersvorsorge ist erst ab dem Alter von 24 Jahren obligatorisch. Foto: Keystone

Ich arbeite Teilzeit bei zwei ­verschiedenen Firmen. Bei der einen habe ich 2019 mehr als die 21330 Franken verdient, die ­nötig sind, um in die Pensionskasse aufgenommen zu werden. Doch hat mich die Arbeitgeberin nicht gemeldet. Ab diesem Jahr wird das Arbeitspensum gewichtet, sodass ich die Kriterien für den Eintritt in die Pensionskasse erfülle. Ich bin aber der Ansicht, dass ich bereits fürs vergangene Jahr hätte aufgenommen werden müssen. Kann ich verlangen, das nachzuholen?

Ja, das können Sie, sofern Sie alle Bedingungen schon 2019 erfüllt haben. Der Mindestverdienst von 21330 Franken ist allerdings nicht die einzige Voraussetzung. So muss das Arbeitsverhältnis von Anfang an unbefristet oder für mehr als drei Monate abgeschlossen worden sein. Zudem ist die berufliche Altersvorsorge erst ab dem Alter von 24 Jahren obligatorisch.

War all das schon im vergangenen Jahr gegeben, muss die Arbeitgeberin Sie rückwirkend der Pensionskasse melden und die Beiträge nachzahlen. Auch Sie selber werden nachträglich Ihren Anteil entrichten müssen.

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Andrea Fischer beantwortet Ihre Fragen zum Arbeitsrecht, Konsumrecht, Sozialversicherungsrecht und Familienrecht. Senden Sie sie an geldundrecht@tamedia.ch

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