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Welche Arbeitszeiten werden berücksichtigt?

Über die Eintrittsschwelle in die Nichtberufsunfallversicherung.

Bei unregelmässigen Einsätzen wird auf die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit der letzten drei oder zwölf Monate abgestellt. Foto: Keystone
Bei unregelmässigen Einsätzen wird auf die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit der letzten drei oder zwölf Monate abgestellt. Foto: Keystone

Ich habe ein 20-Prozent-Pensum, meine Arbeitszeiten schwanken zwischen 7½ und 8½ Stunden pro Woche. Meine Arbeitgeberin ist deshalb der Ansicht, sie müsse mich nicht gegen Freizeitunfälle versichern, denn dazu müsste ich mindestens 8 Stunden wöchentlich arbeiten. Im letzten Jahr habe ich allerdings 42 Überstunden geleistet. Zudem übernehme ich auch Ferienvertretungen, wodurch sich mein Pensum erhöht. Werden diese Stunden für die Eintrittsschwelle in die Nichtberufsunfallversicherung nicht mitgezählt?

Unter Umständen schon. Massgebend ist vorab die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit. Ist das 20-Prozent-Pensum vertraglich abgemacht, dann erreichen Sie damit bereits die 8 Stunden pro Woche und erfüllen auch die Voraussetzungen für die Nichtberufsunfallversicherung. Ein Über- oder Unterschreiten in Ausnahmefällen ist nicht von Belang. In diesem Fall spielen auch die Überstunden oder die Ferienvertretungen für die Berechnung der nötigen Limite keine Rolle.

Handelt es sich bei den 20 Prozent aber nur um ein ungefähres Pensum und arbeiten Sie unregelmässig, so wird in der Praxis auf die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit der letzten drei oder zwölf Monate abgestellt. Massgebend wäre dabei die für Sie günstigere Zählvariante. Bei dieser Berechnungsart müssten auch die Ferienvertretungen und die Überstunden, die Sie in der entsprechenden Zeitspanne geleistet haben, mit gezählt werden. Andererseits bleiben die von Ihnen bezogenen Ferien unberücksichtigt.

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Andrea Fischer beantwortet Ihre Fragen zum Arbeitsrecht, Konsumrecht, Sozialversicherungsrecht und Familienrecht. Senden Sie sie an geldundrecht@tamedia.ch

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