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Regulierungen und Kostendruck verringern Börsenwert von Banken

Das Jahr 2012 war für die Banken in der Schweiz kein einfaches: Kaum eine Woche verging, ohne dass neue Hiobsbotschaften über die hiesigen Banken veröffentlicht wurden.

Die Anleger investierten dennoch fleissig in Grossbankentitel, mieden dagegen aber die Aktien der Privatbanken. Vom insgesamt sehr positiven Börsenjahr 2012 konnten die kleinen Privatbanken in der Schweiz kaum profitieren. Im Gegenteil: Unter den 50 grössten Verlierer im Swiss Performance Index (SPI) finden sich 11 Bankentitel. Unter anderem verloren die Aktien der Vermögensverwalterin Bellevue Group in den letzten zwölf Monaten über 34 Prozent an Wert und führen die Gruppe der Bankenwerte mit der schlechtesten Performance an. Gleich dahinter steht die Liechtensteinische Landesbank mit einem Kursminus von 32 Prozent. Die Titel der Genfer Privatbank Banque Profil de Gestion sind Ende Jahr über 30 Prozent weniger Wert. «Die Vermutung ist schon im Raum, dass Privatbanken den grössten Anteil an nicht versteuerten Geldern haben», sagt Peter Bänziger, Anlagechef der Kantonalbankentochter Swisscanto. «Kundengeldabflüsse werden die kleinen Geldhäuser am stärksten treffen. Zudem ist es für sie derzeit nicht einfach, Neugelder zu generieren.» Bänzig sieht deshalb in nächster Zeit keine Besserung der Situation für die Schweizer Privatbanken. Noch grosser Aufholbedarf Demgegenüber ist die Wetterlage bei den Grossbanken-Titeln heiter: Die Aktie der Grossbank UBS kletterte trotz Milliardenbussen wegen Libor-Manipulationen, Handelsverlusten in London, Geldwäschereivorwürfen in Malaysia und der Verurteilung wegen schweren Betrugs in Italien deutlich in die Höhe. Der UBS-Aktienkurs legte seit dem 1. Januar 2012 um über 35 Prozent zu. Die Aktie der Credit Suisse stieg gemässigter, aber immer noch um beachtliche 8 Prozent. Der Grund für die guten Performances sei die inmitten der diversen Krisen entstandene massive Unterbewertung der Bankaktien, so Bänziger. Global lasse sich eine generell bessere Verfassung der Bankaktien beobachten, wobei die US-amerikanischen Institute die Erholung anführten. Grund dafür ist unter anderem der sich erholende Immobilienmarkt in den USA. Allerdings notieren beide Papiere immer noch deutlich unter dem Wert von vor der Krise. Eine CS-Aktie kostete Anfang 2007 rund 96 Franken. Ende 2012 erhält ein Anleger die Aktie für unter 23 Franken. Dies entspricht einem Wertverlust von 73 Prozent. Das UBS-Papier hat im gleichen Zeitraum 78 Prozent verloren und ist für unter 15 Franken zu haben.

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