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Risiken wachsen für China: Schwere Zeiten für Exporteure

Peking Die Weltwirtschaftskrise trifft China immer stärker.

Der Rückgang der Nachfrage durch Europäer und Amerikaner bremst die chinesischen Exporte. Das Wirtschaftswachstum geht zurück. Ein Spitzentreffen beschäftigt sich jetzt mit den Gefahren für Chinas Finanzsystem. Chinas Exporte kühlen sich spürbar ab. Im abgelaufenen Jahr schrumpfte der Aussenhandelsüberschuss um rund zwölf Prozent auf 160 Milliarden Dollar, wie Handelsminister Chen Deming laut Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag sagte. Die düsteren Aussichten für die Exporteure und die Stagnation des überhitzten Immobilienmarkt werden Chinas Wirtschaftswachstum nach Vorhersagen von Experten im kommenden Jahr deutlich abbremsen. Nach 9,1 Prozent im abgelaufenen Jahr wird die chinesische Wirtschaft 2012 nur noch um 8,3 Prozent wachsen, sagte die Deutsche Bank in einer Studie voraus. Drei Gründe führten zu einer Abschwächung der chinesischen Konjunktur: Die geringere Nachfrage durch die Schuldenkrise in Europa, der Rückgang der Umsätze auf dem Immobilienmarkt sowie die anhaltende Kreditverknappung in China. Der chinesische Aussenhandel hat im vergangenen Jahr noch um rund 20 Prozent auf 3,6 Bio. Dollar zugenommen, wie der Handelsminister sagte. In diesem Jahr wird das Exportwachstum nach den Erwartungen von Experten aber auf zehn Prozent zurückgehen. In der ersten Jahreshälfte könnte der Anstieg der Ausfuhren sogar nur noch im einstelligen Bereich liegen, hiess es. «Bedeutende Auswirkungen» Der Rückgang der Nachfrage aus Europa und den USA in Folge der Schuldenkrise in der Eurozone und der Schuldenabbau im globalen Bankensektor werde «bedeutende Auswirkungen» haben. Ökonomen der Deutschen Bank erwarten in China im ersten Quartal nur ein Wachstum von sieben Prozent, bevor sich die Wirtschaft wieder etwas fangen werde. In einer positiven Note berichtete Handelsminister Chen Deming, die heimische Nachfrage habe im abgelaufenen Jahr um 17 Prozent zugelegt. Er beschrieb den Aussenhandel auch insgesamt als «stabil und ausgewogen», was durch unterstützende Massnahmen der Regierung für Export und Import erreicht worden sei.

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