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SBB-Billettpreise steigen ab 2017 um drei Prozent

Eine Preiserhöhung solle «wenn immer möglich» verhindert werden, sagte SBB-Chef Andreas Meyer kürzlich. Dem ist doch nicht so.

Wenig Spielraum die Billettpreise auf heutigem Niveau zu lassen: SBB-Mitarbeiterin kontrolliert ein Ticket. (Archiv)
Wenig Spielraum die Billettpreise auf heutigem Niveau zu lassen: SBB-Mitarbeiterin kontrolliert ein Ticket. (Archiv)
Christian Beutler, Keystone

SBB-Chef Andreas Meyer will eine Preiserhöhung auf Ende 2016 «wenn immer möglich vermeiden», wie er vor kurzem in einem Interview mit der «SonntagsZeitung» sagte. Doch das wird Meyer nicht schaffen. «Wir gehen Ende 2016 von einer moderaten Preiserhöhung aus», sagt Ueli Stückelberger, Direktor des Verbandes öffentlicher Verkehr, der über die Tarife im öffentlichen Verkehr der Schweiz entscheidet, in der SonntagsZeitung. «Aus heutiger Sicht werden die Preise um rund 3 Prozent steigen». Ein definitiver Entscheid sei aber noch nicht gefallen. Stückelberger teilt zwar die Bedenken von SBB-Chef Meyer, wie er betont. Dieser hatte argumentiert, ständige Preiserhöhungen könnten den öffentlichen Verkehr zunehmend unattraktiv machen. «Doch daraus kann leider nicht der Schluss gezogen werden, eine Tarifmassnahme im Dezember 2016 werde nicht notwendig», sagt er.

Auch die Kantone sehen wenig Spielraum dafür, die Billettpreise auf dem heutigen Niveau zu belassen. «Die Kantone halten daran fest, dass die Transportunternehmen, die öffentliche Hand, aber eben auch die Reisenden sich an den Mehrkosten des Angebotsausbaus solidarisch beteiligen müssen», sagt Matthias Michel, Zuger Regierungsrat und Präsident der kantonalen Verkehrsdirektoren. Grundsätzlich könne es nicht sein, «dass mangels Tariferhöhungen einzig die Steuerzahlenden höhere ÖV-Kosten übernehmen», sagt Michel.

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