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Schäuble schliesst Spaltung von Universalbanken in Europa nicht aus

Berlin Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble schliesst eine Aufspaltung von Universalbanken in Privatkundengeschäft und Investmentbanking in Europa nicht aus.

«Wenn es in Europa nachgewiesenen Bedarf für einen solchen Schritt gibt, wird Deutschland sich nicht sperren,» sagte Schäuble der «Welt am Sonntag». In Deutschland hingen die Probleme des Finanzsektors zwar nicht mit der Existenz von Universalbanken zusammen. Da die Pleite eines Finanzinstituts in einem europäischen Land Auswirkungen auf Deutschland haben kann, lehnt Schäuble die Idee der Trennung von Geschäftsbanken und Investmentbanking trotzdem nicht ab. Schäuble betonte, dass bei der Regulierung der Finanzmärkte schon einiges geschafft worden sei, allerdings müsse noch mehr getan werden. Als Beispiel nannte er die Vergütung von Managern. «Der Gesetzgeber könnte die Vorschriften verschärfen, die dafür sorgen sollen, dass variable Bezüge nicht mehr kurzfristig ausgezahlt, sondern längerfristig angelegt werden», sagte der Finanzminister, In der Vergangenheit seien die Regeln für die Finanzbranche zu sehr gelockert worden, räumte Schäuble ein. In diesem Zusammenhang kritisierte er die Opposition aus SPD und Grünen. «Wir alle miteinander sind bei der Deregulierung, die Ende der 90er-Jahre begann, zu weit gegangen. Damals regierte Rot-Grün.» Ein Jahrzehnt später hätten die Finanzmärkte auf Kosten der Steuerzahler gerettet werden müssen. «Das war notwendig, um Schlimmeres zu verhindern. Aber wir müssen nun für Regeln sorgen, die eine Wiederholung verhindern.»

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