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«Schulden sind destruktiv»

Der Ökonom Tomáš Sedláček würde mit den WEF-Teilnehmern gerne über Kapitalismuskritik sprechen – und über die labile Verfassung der globalen Wirtschaft.

«Auch die Reichen und Mächtigen in Davos wollen nicht von Armut umgeben sein»: Tomas Sedlacek.
«Auch die Reichen und Mächtigen in Davos wollen nicht von Armut umgeben sein»: Tomas Sedlacek.
Dieter Seeger

Herr Sedláček, Sie beschreiben die Wirtschaft als manisch-depressives Wesen. In welcher Phase befindet es sich gerade?

Die Wirtschaft wurde nach der Krise nicht geheilt. Zurzeit steht sie am Anfang einer weiteren manischen Phase. In den USA ist dies am deutlichsten sichtbar. Die aktuellen 2 oder 3 Prozent Wachstum beruhen dort zu einem Grossteil auf Staatsausgaben und Defiziten. Das freut zwar die Analysten. Aber nur ein Narr würde glauben, dass jemand wirklich um 10‘000 Dollar reicher wird, wenn dieses Geld nur aus einem 10‘000-Dollar-Kredit kommt.

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