Schwarzer stiftet eine Million Euro
Flucht nach vorne: Nach der Debatte über ihr Schwarzgeld auf Schweizer Konten kündigt die Frauenrechtlerin die Gründung einer gemeinnützigen Stiftung an.
Einen Tag, nachdem bekannt wurde, dass die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer jahrelang eine beträchliche Menge Geld auf Schweizer Konten versteckte, tritt die 71-Jährige die Flucht nach vorne an. Wie es auf der Internetseite der von ihr herausgegebenen Zeitschrift «Emma» heisst, will Schwarzer eine Stiftung für die Menschenrechte von Frauen und Mädchen gründen.
Das Projekt soll schon lange geplant gewesen sein, heisst es bei «Emma». Die «aktuelle Debatte» in den Medien habe Schwarzer jedoch dazu bewegt, mit der Ankündigung jetzt – und damit einige Monate früher als geplant – an die Öffentlichkeit zu gehen. Neben einem Startkapital von einer Million Euro will Schwarzer die Stiftung jährlich alimentieren. Die Einkünfte aus der Zeitschrift «Emma» sollen in Zukunft zum Betrieb der Stiftung beitragen.
Die Enthüllung über Schwarzers Konten in der Schweiz hatte in Deutschland am Wochenende für Empörung gesorgt und eine neue Debatte über Steuerhinterziehung lanciert. Schwarzer hatte sich vor einiger Zeit selbst beim Finanzamt angezeigt. Sie entging damit einer Strafe, musste aber 200'000 Franken an Steuern nachzahlen. Das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» hatte den Fall enthüllt.
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