Schweiz gibt Gelder aus dem Iran frei

Der Bund hat zwölf Millionen Franken aus dem Iran entsperrt. Das Geld war wegen der Sanktionen gegen den Staat in der Schweiz blockiert.

Sanktionen aufgehoben: Iraner können das blockierte Geld in der Schweiz abholen. (25. November 2014)

Sanktionen aufgehoben: Iraner können das blockierte Geld in der Schweiz abholen. (25. November 2014) Bild: Keystone

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Die Schweiz hatte iranische Gelder in Millionenhöhe blockiert. Nach Aufhebung der Sanktionen gegen den Staat wurden diese nun wieder entsperrt. Ein Sprecher des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) bestätigte am Sonntag gegenüber der Nachrichtenagentur sda eine entsprechende Meldung der «NZZ am Sonntag».

Die Gelder gehörten entweder Einzelpersonen, Firmen oder staatlichen Einrichtungen. Rund 10'000 Franken seien von den Besitzern noch nicht abgeholt worden, so der Sprecher weiter.

Sanktionen gegen den Iran aufgehoben

Die Sperrung der Gelder aus dem Iran hatte der Bund zwischen 2007 und 2012 beschlossen, nachdem die UNO Sanktionen gegen das Land erlassen hatte. Mit diesen wollte die Staatengemeinschaft den Iran zwingen, von der Entwicklung und dem Bau einer Atombombe abzusehen.

Nachdem Mitte Januar das historische Atomabkommen zwischen dem Iran und den UNO-Vetomächten sowie Deutschland in Kraft getreten war, hob die UNO - und analog dazu auch die Schweiz - die meisten Sanktionen gegen den Staat auf.

Markt für Schweizer Unternehmen wieder geöffnet

Mit dem Ende der meisten Sanktionen kann der Staat nach eigenen Angaben wieder über insgesamt rund 32 Milliarden Dollar verfügen. Dieses Geld war international bei verschiedenen Banken blockiert.

Durch das Abkommen eröffnet sich vielen Unternehmen ein interessanter Markt. Auch einige Schweizer Firmen erhoffen sich vom Iran neue Absatzmöglichkeiten. Mehrere Schweizer Unternehmen konnten bereits vor der Verhängung der Sanktionen Fuss fassen. (pat/sda)

Erstellt: 24.01.2016, 16:12 Uhr

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