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Schweiz ist Innovationsweltmeisterin Grund ist gemäss einer Studie auch das gute Bildungssystem

Die Schweiz liegt Punkto Innovationskraft auf Platz 1 unter 26 Industriestaaten.

Die Plätze zwei und drei belegen Schweden und Singapur. Auf dem vierten Platz liegt Deutschland. Das «Erfolgsgeheimnis» der Schweiz sind u.a. die direkte Demokratie, eine starke Wirtschaft und ein gutes Bildungssystem. Die Schweiz und Singapur stehen in der Studie in allen untersuchten Teilsystemen - Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Staat, Gesellschaft - im Spitzenfeld, wie die Deutsche Telekom Stiftung und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) als Herausgeber des «Innovationsindikators 2011» am Donnerstag mitteilten. Wie keinem zweiten Land gelinge es der Schweiz bereits seit vielen Jahren, die anderen aufstrebenden und innovationsorientierten Länder auf Distanz zu halten, heisst es im Bericht. Die Schweiz halte über nahezu den gesamten Zeitraum einen konstant hohen Wert beim Innovationsindikator. Die Schweiz lag denn auch in den Rankings von 1995 bis 2010 immer auf dem ersten Platz. Schweiz als wendiges kleines Segelschiff Nach den Gründen für den anhaltenden Erfolg der Schweiz befragt, stellte Uschi Backes-Gellner, Professorin für Betriebswirtschaftslehre an der Uni Zürich und Mitglied der Expertenkommission der Studie, fest, die Schweiz sei «wie ein wendiges kleines Segelschiff» und Deutschland komme ihr «wie ein schwerfälliger Tanker» vor. Die direkte Demokratie habe einen bedeutenden Einfluss auf die Innovationsfähigkeit und - willigkeit, so Backes-Gellner. Besonders deutlich führe die Schweiz im Bereich Wissenschaft. In der Schweiz verspüre man eine hohe Wertschätzung für Forschung und Wissenschaft und zugleich gebe es eine starke und vor allem an internationalen Standards gemessene Leistungsorientierung. Die Wirtschaft leistet laut der Studie den wichtigsten Beitrag zum schweizerischen Erfolg beim Innovationsindikator. Der Kern des Erfolgs liege in der starken Wirtschaft und der diversifizierten Wirtschaftsstruktur. Die Schweiz habe «ein auf die Weltmärkte passendes Portfolio» und zeige, dass Grösse allein kein notwendiger Faktor für Erfolg sei. USA und Japan als Verlierer Die USA, aktuell auf Rang 9, sind einer der Verlierer im Innovationswettbewerb der vergangenen Jahre. Die Wirtschaftslage und zu geringe Investitionen in Wissenschaft und Forschung zeigten ihre Wirkung, stellen die Forscher fest. Auch Japan, aktuell auf Rang 19, kann sich nicht behaupten. Hauptgründe sind hier die mangelnde Internationalisierung und eine schwache Leistungsfähigkeit der Wissenschaft. Ausserdem spürt Japan die neuen Konkurrenten aus Ostasien so stark wie kein anderes Land. China, aktuell auf Rang 21, habe in den vergangenen zehn Jahren massiv in Bildung, Forschung und Wissenschaft investiert, heisst es im fast 100-seitigen Bericht weiter. Es dauere etwa neun bis zwölf Jahre, bis sich solche Investitionen in einem höheren Output bei Publikationen, Patenten und Hochtechnologieexporten niederschlage. In die Studie flossen 38 Einzelindikatoren ein, darunter harte Faktoren wie die Wertschöpfung pro Arbeitsstunde und weiche wie die Stimmung in der Wirtschaft. Autoren und Methodik haben sich verglichen mit 2009 geändert. Die inhaltliche Vergleichbarkeit sei aber gewährleistet, hiess es.

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