Schweiz Tourismus schaut nach Brasilien und China

Es wird ein schwieriger Winter für die Schweiz: Wegen der Frankenstärke bleiben die europäischen Gäste weg. Promis sollen nun die PR-Trommel rühren.

Prominente Gesichter stapfen durch den Schweizer Schnee: Werbespot. (2. November 2015)
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Den Schweizer Hotels und Bergbahnen steht ein schwieriger Winter bevor. Wegen der Frankenstärke werden viele europäische Gäste wegbleiben. Schweiz Tourismus versucht darum, die Schweizer im Land zu halten – unter anderem mit Werbespots mit Prominenten.

So wird zum Beispiel Buzz Aldrin, der ehemalige US-Astronaut und zweite Mensch auf dem Mond, in Fernsehspots für Winterferien in der Schweiz werben. Schweiz Tourismus hat für die diesjährige Winterkampagne aber auch die Schweizer Wintersportstars Iouri Podladtchikov, Dario Cologna, Dominique Gisin und Fanny Smith eingespannt. Teil der Kampagne mit dem Titel «Verliebt in die Schweiz» war auch eine Werbeaktion mit 500 Skilehrerinnen und Skilehrern am vergangenen Samstag auf dem Bundeshausplatz in Bern.

Swiss Snow Report

Mit dieser Winterkampagne geht Schweiz Tourismus international auf Werbetour. Oberste Priorität hat jedoch die Schweiz. «Wir wollen Schweizerinnen und Schweizer fürs eigene Land begeistern», sagte Schweiz-Tourismus-Direktor Jürg Schmid an einer Medienkonferenz in Zürich. Schweiz Tourismus hat dazu verbesserte Informationsangebote und neue Projekte lanciert.

So wurde die Mobiltelefon-App Swiss Snow Report, die Informationen über Schnee und Anlagen liefert, neu gestaltet und mit neuen Funktionen versehen. Ebenfalls verbessert wurden der Internetauftritt zu den Schweizer Winterferien und die Social-Media-Kommunikationsplattform. Schweiz Tourismus hat zudem ein Pilotprojekt gestartet, das ehemaligen Ski- oder Snowboardfahrerinnen und -fahrern den Wiedereinstieg erleichtern soll.

Gezieltere Werbung im Ausland

Im Ausland setzt Schweiz Tourismus auf gezielte Werbung in einzelnen Märkten und bei genau definierten Kundengruppen. So wird in Europa auf breit gestreute Werbung verzichtet. Dafür sollen gezielt Wintersportinteressierte angesprochen werden. Ebenfalls verstärkt wird die Werbung für Schweizer Wintersportferien in den neuen Märkten China und Brasilien.

Insgesamt hat Schweiz Tourismus für die diesjährige Winterkampagne 23,1 Millionen Franken reserviert, womit das Budget leicht tiefer ist als in der vorangegangenen Wintersaison (24,3 Millionen Fr.). Das Ziel ist, damit 1,2 Millionen Hotellogiernächte zu generieren.

Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) sagt dem Schweizer Tourismus für die Wintersaison eine Stagnation bei den Hotelübernachtungen voraus (0,1 Prozent). Die Zahl der Logiernächte von inländischen Gästen soll dabei um 1,1 Prozent ansteigen, diejenige der Touristen aus dem Ausland um 0,7 Prozent sinken. Den Bergbahnen prognostiziert die KOF einen Rückgang von 1,4 Prozent bei der Besucherfrequenz. (nab/sda)

Erstellt: 02.11.2015, 14:33 Uhr

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