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Schweizer Börse mit deutlichem Verlust - Schuldenkrise belastet

Der Schweizer Aktienmarkt hat einen schwachen Wochenbeginn hinter sich und am Montag wieder deutlich an Terrain eingebüsst.

Händler verwiesen dabei vor allem auf die erneut gestiegenen Sorgen der Anleger wegen der Schuldenkrise, der Zukunft des Euros und der Eurozone. Die Verluste wurden am Nachmittag allerdings etwas eingegrenzt, nachdem das «Wall Street Journal» (WSJ) auf seiner Internetseite berichtet hatte, dass das hochverschuldete Griechenland die nächste Tranche des ersten Rettungspakets vermutlich erhalten werde. Zum Schluss verlor der SMI 2,35 Prozent auf 5303,14 Punkte (Tagestief: 5'246). Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) sank derweil um 2,44 Prozent auf 792,62 Zähler und der Swiss Performance Index (SPI) um 2,32 Prozent auf 4832,64 Punkte. Sehr stark unter Druck standen aufgrund der verstärkten Unsicherheiten in der Eurozone die Versicherer: Swiss Life etwa büssten 4,7 Prozent ein, Zurich Financial 4,3 Prozent oder Baloise 3,9. Der Rückversicherer Swiss Re, dessen Aktie 2,9 Prozent verlor, bestätigte anlässlich eines Branchentreffens in Monte Carlo ausserdem die Erwartungen auf allmählich anziehende Tarife. Aufgrund der Konjunkturängste gehörten auch einige zyklische Titel zu den grössten Verlierern. So büssten etwa die Titel des in der Ölindustrie tätigen Weatherford 4,8 Prozent ein und waren damit schwächster Blue Chips. Daneben verloren Logitech (-3,7%), Kühne Nagel (-3,0%) oder Adecco (-2,9%) überdurchschnittlich an Terrain. Die Banken, die mit Blick auf die Euro-Sorgen und den Steuerstreit mit den USA zu Handelsbeginn ebenfalls sehr schwach tendierten, erholten sich phasenweise etwas. Trotzdem war das Minus bei CS (-2,4%), UBS (-2,4%) und Julius Bär (-3,3%) am Schluss recht gross. Die defensiven Schwergewichte, die nach dem SNB-Entscheid von letzter Woche sehr stark zugelegt hatten, büssten am Montag wieder deutlich ein. Roche schlossen am Ende 3,2 Prozent tiefer, Novartis 2,7 Prozent. Etwas besser hielten sich Nestlé mit -1,7 Prozent. Einziger Gewinner im Blue-Chips-Tableau waren Nobel Biocare ( 0,7%). Zweitbester Wert waren Swatch Group (-0,1%). Der Uhrenkonzern beendet die Zusammenarbeit mit Tiffany in der Entwicklung von Tiffany-Uhren. Sonova (-0,5%) entwickelten sich ebenfalls relativ gut.

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