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Schwellenländer erwägen eigenen Kandidaten für Weltbank-Posten

Mexiko-Stadt Die grössten Schwellenländer prüfen die Ernennung eines eigenen Kandidaten für den vakant werdenden Weltbank-Chefposten.

«Kandidaten sollten wegen ihrer Verdienste und nicht wegen ihrer Nationalität ausgewählt werden». Das sagte der brasilianische Finanzminister Guido Mantega am Wochenende an dem Treffen der G20-Finanzminister und Notenbankchefs in Mexiko-Stadt. Auch ein weiterer Vertreter der als BRIC-Staaten bekannten Gruppe von Brasilien, Russland, Indien und China bestätigte die Überlegungen, einen eigenen Kandidaten ins Rennen gegen einen Bewerber aus den USA zu schicken. «Darüber werden wir sicher reden», sagte er. Bis zum 23. März müssen die Vorschläge für den Nachfolger des scheidenden Weltbank- Präsidenten Robert Zoellick eingereicht werden. Mit einer Entscheidung wird bis April gerechnet. Zoellick verlässt im Juni zum Ende seiner Amtszeit die Weltbank. Als aussichtsreichste mögliche Anwärter gelten derzeit US- Aussenministerin Hillary Clinton und der frühere Wirtschaftsberater der US-Regierung, Larry Summers. Das US-Aussenministerium hat bisher stets zurückgewiesen, dass Clinton antreten wird. Die Spitze der Weltbank wird nach ungeschriebenem Gesetz von einem US-Bürger besetzt, die des Internationalen Währungsfonds von einem Europäer. Allerdings drängen Schwellenländer seit längerem - und zuletzt bei der Vergabe des IWF-Chefsessels - auf eine stärkere Berücksichtigung bei Spitzenposten. Kernaufgabe der Weltbank ist die Förderung ärmerer Länder.

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