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Skandalbanker Kerviel erstattet Anzeige gegen Société Générale

Paris Der französische Skandalbanker Jérôme Kerviel hat erneut gegen die Grossbank Société Générale Anzeige erstattet.

Kerviel werfe seinem früheren Arbeitgeber «Fälschung und Verwendung der Fälschung» vor, sagte sein Anwalt David Koubbi am Freitag. Koubbi berief sich dabei auf Aufzeichnungen von Gesprächen Kerviels, die die Société Générale unerlaubt aufgenommen, «zusammengeschnitten» und «frisiert» habe. Damit habe die Bank die Justiz manipuliert, sagte der Anwalt bei einer Pressekonferenz zusammen mit Kerviel. Vor einer Woche hatte Koubbi bereits Anzeige gegen die Société Générale wegen «Betrugs» beim Urteil erstattet. Ein Pariser Gericht hatte den heute 35-Jährigen Kerviel im Oktober 2010 zu fünf Jahren Haft und einer Rekord-Geldstrafe von 4,9 Milliarden Euro verurteilt. Die Summe entspricht dem Schaden, den sein früherer Arbeitgeber durch Kerviels riskante Spekulationen in Milliardenhöhe erlitten hatte. Das zweitgrösste französische Geldinstitut stand 2008 durch Kerviels Geschäfte kurz vor dem Ruin. Am 4. Juni beginnt der Berufungsprozess gegen den früheren Händler, der am Freitag erneut versicherte, er habe bei der Bank «nie einen Cent unterschlagen oder gestohlen».

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