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SNB weitet Geldmenge weiter aus

Zürich Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ihre angekündigten Massnahmen gegen die Frankenstärke bereits weitgehend umgesetzt.

Der Leitzins steht praktisch bei Null und die zur Ausweitung der Geldmenge erhöhten Giroguthaben liegen bei den anvisierten 200 Milliarden Franken. In der vergangenen Woche betrugen die Giroguthaben der inländischen Banken im Durchschnitt 191,6 Milliarden Franken, wie die SNB am Montag mitteilte. Die übrigen Guthaben auf Sicht lagen bei 38,2 Milliarden Franken. Am 3. August hatte die SNB das Ziel für die Giroguthaben, die zusammen mit dem umlaufenden Bargeld die SNB-Notenbankgeldmenge bilden, von rund 30 Milliarden auf 80 Milliarden erhöht. Nachdem der Euro beinahe auf Gleichstand zum Franken gefallen war, erhöhte sie das Ziel im Wochentakt auf 120 Milliarden und schliesslich auf 200 Milliarden Franken. Um die Giroguthaben zu erweitern, kann die Notenbank über Devisentermingeschäfte Franken verkaufen und eigene Schuldverschreibungen nicht mehr erneuern. Zudem will sie zur Erhöhung der Franken-Liquidität den Leitzins möglichst nahe Null führen. Am Montag stand der massgebliche Drei-Monats-Libor bei rekordtiefen 0,00333 Prozent. Die SNB hatte zuletzt stets bekräftigt, bei Bedarf weitere Massnahmen gegen die Frankenstärke zu ergreifen. Einige Politiker, Gewerkschafter und Branchenverbände forderten die Einführung eines Wechselkursziels. Damit verbunden wären laut Ökonomen weitere Devisenkäufe in x-facher Milliardenhöhe und Inflationsgefahr.

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