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So rasch ist man in der Schweiz den Job los

Die Schweiz schützt die Arbeitnehmer im internationalen Vergleich wenig. Wie wenig, zeigt eine Liste der OECD.

RTS-Angestellte demonstrieren am 24. November 2015 in Genf gegen den geplanten Stellenabbau.
RTS-Angestellte demonstrieren am 24. November 2015 in Genf gegen den geplanten Stellenabbau.
Salvatore di Nolfi, Keystone

General Electric streicht europaweit Stellen, aber nicht überall gleich viel. In der Schweiz sind es 1300 von insgesamt 5500. Jeder vierte Mitarbeiter von Alstom bangt nun um seinen Job. Zum Vergleich: In Frankreich sind es 765 von etwa 20'000, also fast halb so viele.

Ein Grund für diesen Unterschied liegt, wie Gewerkschaften argumentieren, am liberalen Arbeitsmarkt der Schweiz, der einen relativ tiefen Kündigungsschutz und kurze Kündigungsfristen bietet, nur auf Gesamtarbeitsverträgen basierende Mindestlöhne kennt und die atypische Beschäftigung, wie temporäre und befristete Anstellungen, kaum reguliert. Ein Vergleich von 34 Ländern der OECD zeigt, dass die Schweiz auf Rang 11 der liberalsten Arbeitsmärkte rangiert, Frankreich an fünftletzter Stelle auf Rang 30. Mit Frankreich zusammen komplettieren Deutschland, Italien, die Niederlande und Belgien die letzten fünf Ränge, die beispielsweise für einen hohen Abdeckungsgrad für Gesamtarbeitsverträge bekannt sind.

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