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So sichern sich Hauskäufer frühzeitig ab

Der Bau von Wohneigentum beginnt mit dem Vertrag. Dort lauern oft schon die ersten Fallstricke.

Ein eigenes Haus ist für viele ein Lebenstraum: Neubausiedlung in Lufingen ZH. Foto: Urs Jaudas
Ein eigenes Haus ist für viele ein Lebenstraum: Neubausiedlung in Lufingen ZH. Foto: Urs Jaudas

Ein eigenes Heim baut man sich in der Regel nicht mehrmals im Leben. Unerfahrene Bauherren sind sich aber oft nicht bewusst, welche Risiken sie eingehen, wenn sie sich auf ein Bauprojekt einlassen. Diese lauern bereits bei der Vertragsschliessung.

Den Vertrag für den Bau des Wohneigentums schliessen viele Einmal-Bauherren heute mit einem Generalunternehmer ab. Meist kaufen sie von diesem auch das Grundstück, auf dem sie bauen. Somit handelt es sich beim Vertrag um eine Mischung zwischen Werk- und Kaufvertrag.

Fehlende Aufklärung

Da ein Grundstückskaufvertrag von einem Notar beurkundet werden muss, «verlassen sich die Bauherren und Hauskäufer darauf, dass der Notar sie auf mögliche Probleme aufmerksam macht», sagt der Zürcher Anwalt und Baurechtsexperte Peter Reetz. «Das tun viele Notare aber nicht oder nicht genügend, auch wenn sie das Gegenteil behaupten.»

So würde den Hauskäufern oft nicht erklärt, was es bedeutet, wenn der Generalunternehmer selber jegliche Haftung für Schäden oder Mängel am Neubau ablehne. «Sie erfahren nicht, dass in solchen Fällen regelmässig nur die am Bau beteiligten Handwerker haften.» Gerade für unerfahrene Bauherren sei es daher unerlässlich, sich frühzeitig vor Vertragsabschluss fachkundig beraten zu lassen, betont Reetz. Das koste zwar etwas; aber noch nie habe er erlebt, dass jemand dies bereut hätte. «Ein Berater oder ein Anwalt geht den Vertrag durch und kann so erkennen, ob er Bestimmungen enthält, die nicht haltbar sind. So gibt es die Möglichkeit, nachzuverhandeln oder andere Bedingungen auszuhandeln.»

Liste der Handwerker verlangen

Manche Generalunternehmer beharrten allerdings darauf, sich selber von der Mängelhaftung zu befreien und die Handwerker haften zu lassen, weiss Reetz. «Dann soll man zumindest vom Generalunternehmer die Liste der Handwerker verlangen und die Verträge, die er mit den Handwerkern abgeschlossen hat. So sieht man, was tatsächlich vereinbart ist.»

Treten tatsächlich Mängel am Neubau auf, ist es wichtig, diese sofort nach der Entdeckung beim zuständigen Handwerker zu rügen. Man setzt ihm eine Frist, um den Mangel zu beseitigen. Die Frist muss so bemessen sein, dass ein versierter Handwerker sie einhalten kann. Weitere Informationen bietet das Merkblatt des Verbands der Generalunternehmer, Entwicklung Schweiz: «Worauf Sie bei der Zusammenarbeit mit einem Generalunternehmer achten müssen».

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