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Termin verpasst wegen der Post: Wer haftet?

Andrea Fischer beantwortet Fragen zum Arbeitsrecht, Konsumrecht und Familienrecht.

Im Sommer sind wir in ein Haus auf dem Land umgezogen. Anfangs klappte es mit dem Nachsenden der Post vom alten Wohnort nicht; erst als wir reklamierten, bekamen wir die Briefe an den neuen Wohnort zugestellt. Doch dann stellte die Post die Zufuhr von einem Tag auf den andern ein, ohne uns zu informieren. Das fiel uns erst gar nicht auf, weil es ja vorkommen kann, dass ein paar Tage nichts eintrifft. Als wir uns erkundigten, hiess es, unser Briefkasten erfülle die seit 2012 geltenden Normvorschriften nicht. Wir handelten schliesslich eine Frist für den Ersatz aus, während dieser Frist wurde der alte Kasten beliefert. Dabei stellte sich heraus, dass wir wegen des Zurückbehaltens unserer Post einen kurzfristig anberaumten behördlichen Termin verpasst hatten. Die Verschiebung des Termins kostete uns ein paar Hundert Franken. Auf Anfrage zeigte sich die Post zwar bereit, uns die Kosten für den Nachsendeauftrag zu erstatten, nicht aber die Mehrauslagen, die uns wegen des Zurückbehaltens der Briefe entstanden sind. Ist das korrekt?

Antwort: Ja, zumindest steht es so in den allgemeinen Geschäftsbedingungen der Post. Demnach haftet die Post nicht für Folgeschäden. Sie kommt also nicht für die Kosten auf, die Ihnen wegen des verpassten Termins entstanden sind.

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