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Wem das Trinkgeld gehört

Trinkgelder sind in der Schweiz im Preis inbegriffen. Trotzdem sind sie in der Praxis weiterhin verbreitet. Die Ansichten darüber, wem sie zustehen, gehen allerdings auseinander.

Gäste wollen mit dem Trinkgeld vor allem die Person belohnen, die sie bedient hat. Foto: Peter Klaunzer (Keystone)
Gäste wollen mit dem Trinkgeld vor allem die Person belohnen, die sie bedient hat. Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

In der noblen Landbeiz, wo die Studentin Sabina Maier (Name geändert) die letzten Monate als Kellnerin gejobbt hatte, flossen manchmal reichlich Trinkgelder. Die Hälfte durfte sie behalten, den Rest musste sie abgeben; der werde an die übrigen Mitarbeitenden verteilt, sagte die Chefin. Oft kassierte die Wirtin selber bei den Gästen ein, dann habe sie vom Trinkgeld gar nichts gesehen, erzählt Maier, auch wenn sie zuvor die Gäste den ganzen Abend betreut hatte. Als Maier sich bei ihren Arbeitskollegen nach der Verteilung der Trinkgelder erkundigte, erfuhr sie, dass niemand davon etwas bekam.

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