Zum Hauptinhalt springen

Wenn das Gericht nicht hören will

Wer vor Gericht zieht, hat Anspruch auf eine mündliche Verhandlung. Im Sozialversicherungsprozess ist dies aber nicht vorgesehen. Wer auf seinem Recht beharrt, macht sich unbeliebt.

Von Andrea Fischer
«Unbefriedigend»: Im Sozialversicherungsprozess verzichten viele auf eine öffentliche Verhandlung. Foto: Christian Beutler (Keystone)
«Unbefriedigend»: Im Sozialversicherungsprozess verzichten viele auf eine öffentliche Verhandlung. Foto: Christian Beutler (Keystone)

Donnerstag, 21. April, die öffentliche Verhandlung im Fall von Klaus Weber (Name geändert) vor dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich ist auf neun Uhr angesetzt. Der heute 55-Jährige kämpft darum, dass die Invalidenversicherung seine gesundheitlichen Beschwerden anerkennt. Zum Gerichtstermin erscheint Weber in Begleitung seines Anwalts und zahlreicher Freunde und Familienangehöriger. Von der IV ist niemand anwesend. Er habe dies gewusst, erzählt Weber später. Auch habe ihn sein Anwalt vorgewarnt, dass er sich von seinem Auftritt vor ­Gericht nicht allzu viel erhoffen dürfe.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen