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Wie Sie mehr aus Ihrem Sparkonto herausholen

Trotz Tiefzinssituation lässt sich bereits mit kleinen Tricks mehr aus dem Geld machen. Oft lohnt sich aber auch ein Bankwechsel.

Thomas Müller
Kein Grund zur Trübsal: Auch in Zeiten tiefer Zinsen gibt es Möglichkeiten, sein Erspartes zu vermehren.
Kein Grund zur Trübsal: Auch in Zeiten tiefer Zinsen gibt es Möglichkeiten, sein Erspartes zu vermehren.
iStock

Tiefe Zinsen, teilweise sogar im negativen Bereich, haben viele Sparer resignieren lassen. Doch ein Vergleich der eigenen Hausbank mit Konkurrenzinstituten kann sich auch heute auszahlen. So beträgt die Zinsspanne zwischen dem besten und dem schlechtesten Angebot bei Sparkonten für Erwachsene 0,65 Prozent, wie der Online-Vergleichsdienst Moneyland im Januar ermittelt hat. Bei Jugendsparkonten liegt die Differenz sogar bei 1,225 Prozent, bei Säule-3a-Konten bei 1 Prozent.

Allein die Inhaber von Sparkonten könnten laut Moneyland pro Jahr 1,4 Milliarden Franken mehr aus ihrem Geld herausholen, wenn sie zur Bank mit den besten Zinskonditionen wechseln würden. Für einen erwachsenen Kunden mit einem Sparguthaben von 35’000 Franken mache das jährlich 240 Franken aus. Das insgesamt riesige Sparpotenzial erklärt sich nicht nur durch die Zinsunterschiede, sondern auch durch das grosse Volumen an Schweizer Spargeldern von 300 Milliarden Franken.

Auch kleine Tricks helfen, das Beste aus der Tiefzinssituation zu machen:

  • Nicht zu viel Geld auf dem Privatkonto lagern, das für den Zahlungsverkehr gedacht ist und bei vielen Banken keinen Zins mehr abwirft.
  • Das Säule-3a-Konto äufnen, das gegenüber dem gewöhnlichen Sparkonto zinsmässig im Vorteil ist. Darüber hinaus kann man Einzahlungen bei den Steuern abziehen, dieses Jahr maximal 6768 Franken (Angestellte mit Pensionskasse) respektive 33’840 Franken (Selbstständige ohne Pensionskasse).
  • Wer in Fonds oder andere Wertschriften investieren will, wie das Banken ihren Kunden oft empfehlen, sollte sich des höheren Risikos bewusst sein und auch schlechtere Zeiten aussitzen können. Bei Fonds unbedingt auf möglichst tiefe Gebühren achten und zum Beispiel Exchange Traded Funds (ETF) wählen, die nicht aktiv gemanagt werden, sondern ihren Vergleichsindex abbilden.

Hohe Transfergebühren für Wertschriftendepots

Wer nicht nur sein Spargeld, sondern auch ein Wertschriftendepot zu einer anderen Bank zügeln will, sollte die Transfergebühren beachten. Gemäss einer Umfrage von Moneyland bei 40 Banken kostet der Transfer von Schweizer Wertschriften durchschnittlich 100 Franken (elektronisch) respektive 170 Franken (physisch) – und zwar pro Titel. Bei ausländischen Papieren sind die Gebühren noch höher. Tipp: Viele Banken übernehmen die Wechselkosten für «vielversprechende» neue Kunden – also unbedingt nachfragen.

In einem Schreiben vom September 2016 verlangte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) von rund 30 Banken, auf die hohen Transfergebühren zu verzichten. Sie stünden in keinem Verhältnis zu den effektiven Kosten, und es bestehe der Verdacht, dass die Kunden damit von einem Wechsel abgehalten werden sollen. Die Banken haben noch bis zum 31. März 2017 Zeit, auf die Vorwürfe zu antworten. Wenn sie nicht einlenken, droht ihnen eine Zivilklage des Seco.

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