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Wie viel eine Mahnung kosten darf

Ein Konsument sollte eine Mahngebühr von 30 Franken bezahlen, obwohl die offene Rechnung nur 15 Franken betrug. Ist das wirklich rechtens?

Genau hinschauen lohnt sich: Mahngebühren müssen vertraglich vereinbart sein, sonst sind sie widerrechtlich. Foto: Keystone
Genau hinschauen lohnt sich: Mahngebühren müssen vertraglich vereinbart sein, sonst sind sie widerrechtlich. Foto: Keystone

Schnell ist es passiert: Eine Rechnung geht unter, die Zahlungsfrist verstreicht, und irgendwann kommt eine Mahnung. Diese enthält immer öfter eine Gebühr – zum Ärger all jener, die sich keiner Schuld für ihr Versäumnis bewusst sind.

So war es auch bei David Bauer (Name geändert). Bauer besitzt eine Kreditkarte für die Globus-Warenhäuser. Er hat sie jedoch nie benutzt, die Couverts von Globus legte er deshalb weg, ohne sie genauer anzuschauen. Dabei entging ihm unlängst die Rechnung für die Erneuerung der Versicherung. Diese hatte Bauer abgeschlossen für den Fall, dass er die Kreditkarte verliert. Wegen der nicht fristgerecht ­bezahlten Versicherungsprämie von 15 Franken sollte er eine doppelt so hohe Mahngebühr zahlen: 30 Franken. «Ein totales Missverhältnis», ärgert sich Bauer. Und er fragt sich, ob es zulässig sei, Mahngebühren zu kassieren, die höher seien als der ausstehende Betrag.

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