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S&P steht bald solo da: Mutterkonzern spaltet sich auf

New York Die umstrittene Ratingagentur Standard & Poor's versucht den Alleingang: Der Mutterkonzern McGraw-Hill spaltet sein zweites grosses Standbein mit dem Bildungsgeschäft ab.

Zurück bleiben das einträgliche Ratinggeschäft. Dazu gehörden die bekannten S&P-Börsenindizes sowie der - vor allem in der Autobranche umtriebige - Marktforscher JD Power. Firmenchef Harold McGraw verspricht sich durch die Trennung mehr Schlagkraft für beide Konzernteile, wie er am Montag in New York sagte. Allerdings kam die Entscheidung für eine Aufspaltung nicht ganz freiwillig - zwei Grossaktionäre drängen seit Wochen darauf. Hintergrund ist die wachsende Kritik am Ratinggeschäft, die nach Meinung der Grossaktionäre den Kurs belastet. Auf der einen Seite klagen Politiker in Europa und den USA über die Herabstufung der Kreditwürdigkeit ihrer hochverschuldeten Staaten. Auf der anderen Seite kommt aus der gleichen Ecke der Vorwurf, S&P und die beiden Konkurrenten Moody's und Fitch hätten die Gefahren der Finanzkrise zu spät bemerkt und zu lange Spitzennoten für die toxischen Hypothekenpapiere verteilt. Die Grossaktionäre hoffen, dass mit der Abspaltung der Druck vom Bildungsgeschäft genommen wird. McGraw-Hill verlegt unter anderem Schulbücher und Fachliteratur für Studium und Beruf. Bis Ende 2012 soll die Bildungssparte in Form von Aktien an die Anteilseigner «verschenkt» werden. Für diesen Zweig rechnet das Management mit einem Jahresumsatz von 2,4 Milliarden Dollar, für das verbleibende Ratinggeschäft mit 4 Milliarden Dollar.

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