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Spitzenbanker auf dem Grill

CS-Chef Brady Dougan muss morgen in den USA vor Kongressabgeordneten antraben. Das sogenannte Grillieren hat auch schon peinlich geendet, wie Beispiele zeigen.

Angela Barandun
Erst entschuldigte er sich: Der frühere Finanzchef der UBS-Vermögensverwaltung Mark Branson bei seinem ersten Auftritt vor dem Senatsausschuss am 17. Juli 2008. (AP Photo/Susan Walsh)
Erst entschuldigte er sich: Der frühere Finanzchef der UBS-Vermögensverwaltung Mark Branson bei seinem ersten Auftritt vor dem Senatsausschuss am 17. Juli 2008. (AP Photo/Susan Walsh)
Susan Walsh/AP, Reuters
Anfeindungen ausgesetzt: Der damalige Chef der Versicherungsgruppe AIG, Edward Liddy, musste bei seinem ersten Auftritt vor dem Senatsausschuss am 18. März 2009 mit Demonstranten im Rücken aussagen.
Anfeindungen ausgesetzt: Der damalige Chef der Versicherungsgruppe AIG, Edward Liddy, musste bei seinem ersten Auftritt vor dem Senatsausschuss am 18. März 2009 mit Demonstranten im Rücken aussagen.
Jason Reed, Reuters
Schöne Aussicht: Liddys Nachfolger Robert Benmosche war Wochen nach seiner Aussage vor dem Senatsausschuss in seiner Villa in Kroatien zuversichtlich, dass die Krise vorbei ist.
Schöne Aussicht: Liddys Nachfolger Robert Benmosche war Wochen nach seiner Aussage vor dem Senatsausschuss in seiner Villa in Kroatien zuversichtlich, dass die Krise vorbei ist.
Nikola Solic, Reuters
Wartet, bis er dran ist: Der Chef der Bank of America, Kenneth Lewis, muss am 11. Juni 2009 Stellung nehmen zu den Umständen der Übernahme der Investmentbank Merrill Lynch im gleichen Jahr. Eine Transaktion, deren juristische Spätfolgen ihn Milliarden kosteten.
Wartet, bis er dran ist: Der Chef der Bank of America, Kenneth Lewis, muss am 11. Juni 2009 Stellung nehmen zu den Umständen der Übernahme der Investmentbank Merrill Lynch im gleichen Jahr. Eine Transaktion, deren juristische Spätfolgen ihn Milliarden kosteten.
Jonathan Ernst, Reuters
Noch ist er nicht dran: Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein muss am 27. April 2010 Rechenschaft dafür ablegen, welchen Anteil seine Bank an der Finanzkrise hatte.
Noch ist er nicht dran: Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein muss am 27. April 2010 Rechenschaft dafür ablegen, welchen Anteil seine Bank an der Finanzkrise hatte.
Jason Reed, Reuters
«Schande» steht auf dem Transparent, das ein während Blankfeins Anhörung anwesender Demonstrant in die Höhe hält.
«Schande» steht auf dem Transparent, das ein während Blankfeins Anhörung anwesender Demonstrant in die Höhe hält.
Jim Young, Reuters
Ein Sturm im Wasserglas: Jamie Dimon hat Milliardenverluste eingefahren, weil sich die Handelsabteilung seiner J. P. Morgan verkalkuliert hat. An seine erste Reaktion auf die Panne wurde er während der Anhörung vom 13. Juni 2012 mehrfach erinnert.
Ein Sturm im Wasserglas: Jamie Dimon hat Milliardenverluste eingefahren, weil sich die Handelsabteilung seiner J. P. Morgan verkalkuliert hat. An seine erste Reaktion auf die Panne wurde er während der Anhörung vom 13. Juni 2012 mehrfach erinnert.
Yuri Gripas, Reuters
Aggressiv: War nicht nur Dimons Strategie, sondern auch ein anwesender Demonstrant.
Aggressiv: War nicht nur Dimons Strategie, sondern auch ein anwesender Demonstrant.
Larry Downing, Reuters
Drogenkartelle und Terrornetzwerke: HSBC soll jahrelang Gelder aus solchen Quellen entgegengenommen haben. Das wirft der Senatsausschuss den vier Vertretern der Bank am 17. Juli 2012 vor.
Drogenkartelle und Terrornetzwerke: HSBC soll jahrelang Gelder aus solchen Quellen entgegengenommen haben. Das wirft der Senatsausschuss den vier Vertretern der Bank am 17. Juli 2012 vor.
Gary Cameron, Reuters
Zurückgetreten: Der Compliance-Chef von HSBC (links) gab während der Anhörung seinen Rücktritt bekannt. Der Chef der Vermögensverwaltung, Paul Thurston (rechts), war schockiert darüber, was er beim Aufräumen in Mexiko gefunden hat.
Zurückgetreten: Der Compliance-Chef von HSBC (links) gab während der Anhörung seinen Rücktritt bekannt. Der Chef der Vermögensverwaltung, Paul Thurston (rechts), war schockiert darüber, was er beim Aufräumen in Mexiko gefunden hat.
Gary Cameron, Reuters
Auch britische Parlamentsausschüsse laden Schweizer Banker vor: Marcel Rohner, der frühere Chef der UBS, nach der Anhörung zum Libor-Skandal am 19. Dezember 2012.  (EPA/TAL COHEN)
Auch britische Parlamentsausschüsse laden Schweizer Banker vor: Marcel Rohner, der frühere Chef der UBS, nach der Anhörung zum Libor-Skandal am 19. Dezember 2012. (EPA/TAL COHEN)
Tal Cohen/EPA, Keystone
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Die UBS bildete den Auftakt. Am 17. Juli 2008, mitten in der Finanzkrise, mussten zwei Manager der Bank vor einem Senatsausschuss Auskunft geben über die Praktiken der Bank in Zusammenhang mit der Steuerflucht amerikanischer Kunden. Anwesend war einerseits Mark Branson, heute interimistischer Leiter der Finanzmarktaufsicht Finma, damals Finanzchef des Bereichs Vermögensverwaltung bei der UBS. Und Martin Liechti, der Chef des amerikanischen Vermögensverwaltungsgeschäfts der Schweizer Bank. Die US-Behörden hatten Liechti zuvor daran gehindert, das Land zu verlassen. Auslöser dafür war die Aussage eines früheren Angestellten gewesen, dessen Name noch für Furore sorgen sollte: Bradley Birkenfeld.

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