Air Berlin will 1400 Mitarbeiter entlassen

Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin plant drastische personelle Kürzungen. Das gesamte Bodenpersonal soll noch bis Ende Monat eine Kündigung erhalten.

Wer für die Aufrechterhaltung des Flugbetriebs benötigt wird, darf bis Februar 2018 bleiben: Ein Flugzeug von Air Berlin am Flughafen Düsseldorf. (16. August 2017)

Wer für die Aufrechterhaltung des Flugbetriebs benötigt wird, darf bis Februar 2018 bleiben: Ein Flugzeug von Air Berlin am Flughafen Düsseldorf. (16. August 2017) Bild: Friedemann Vogel/Keystone

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Rund 1400 Air-Berlin-Beschäftigten droht nach Einschätzung des Betriebsrats die Kündigung. Dies gelte für das Verwaltungs- und Bodenpersonal, heisst es in einer Mitarbeiterinfo des Berliner Betriebsrats, die der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag vorlag.

Demnach habe die Geschäftsführung Arbeitnehmervertretern am Donnerstag mitgeteilt, dass das gesamte Boden-Personal bis Ende Oktober die Kündigung erhalten solle. Wer für die Aufrechterhaltung des Flugbetriebs benötigt werde, erhalte eine Kündigung zu Ende Februar 2018. Die anderen Mitarbeiter würden wahrscheinlich freigestellt. Air Berlin lehnte eine Stellungnahme dazu ab.

Verhandlungen bis am 12. Oktober

Wie aus dem Papier weiter hervorgeht, könnte es zur «Einstellung des Flugbetriebs der Air Berlin» kommen. Aufrechterhalten werden solle hingegen der operative Service für die österreichische Tochter Niki, die Regionalflugtochter LGW und Maschinen im sogenannten Wetlease, die die Lufthansa von Air Berlin einschliesslich ihrer Besatzung gemietet hat. Lufthansa hat auch ein Kaufangebot für Niki und LGW abgegeben.

Air Berlin ist seit Mitte August pleite. Der Konzern verhandelt noch bis zum 12. Oktober mit Lufthansa und dem britischen Billigflieger Easyjet exklusiv über den Kauf von Teilen der insolventen Fluggesellschaft. (chi/sda)

Erstellt: 08.10.2017, 10:03 Uhr

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