Apple hält Hof

Gestern hat der Konzern seine neuen Geräte und Verbesserungen bei der Software vorgestellt.

Das neue (links) und das alte iPad Pro im Vergleich. Bild: zei

Das neue (links) und das alte iPad Pro im Vergleich. Bild: zei

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An sogenannten Entwicklerkonferenzen zeigen Techkonzerne, was in den nächsten Jahren auf uns zukommt und wie es mit ihren Software-Plattformen weitergeht. Gestern hat Apple in San José als letzter der grossen Konzerne seine Konferenz, die der Tages-Anzeiger auf Ein­ladung besuchte, abgehalten. Zum ersten Mal seit 2013 hat Apple dabei nicht nur Software, sondern auch neue Geräte vorgestellt: Das ganze Mac-Sortiment ­bekommt schnellere Prozessoren. Selbst das in die Jahre gekommene Macbook Air wird schneller. Im Vorfeld war ­spekuliert worden, dass Apple dieses Modell abschaffen könnte. Nebst den ­bestehenden Modellen hat das Unternehmen auch einen neuen iMac Pro ­angekündigt. Der für Dezember erwartete Desktop-Computer richtet sich an Profianwender mit sehr hohen An­sprüchen. Entsprechend liegt sein Preis bei 5000 Dollar.

Entwicklerkonferenz: Apple will mit dem neuen «HomePod» Amazon Echo Konkurrenz machen. (Video: Tamedia/AFP)

Neu können Nutzerinnen und Nutzer von Apple Pay untereinander Geld hin und her schicken.

Das neu präsentierte iPad Pro ist minimal grösser und deutlich leistungsfähiger als das alte. Dank vielen Verbesserungen wird es endgültig zum PC-Ersatz. Die wichtigsten Software-Neuerungen bringt iOS 11. Neu können Nutzerinnen und Nutzer von Apple Pay untereinander Geld hin und her schicken. Bei der Foto-App ist es nun möglich, ein Foto zu erhalten, das man vermeintlich verpasst hat. Da die Kamera-App, wenn sie geöffnet ist, konstant fotografiert, kann man nun in der Zeit zurückgehen und den Moment speichern, den man gerne erwischt, aber knapp verpasst hat.

«AI first» statt «Mobile first»

Bereits im Mai haben Apples Konkurrenten Microsoft und Google ihre jähr­lichen Entwicklerkonferenzen abgehalten. Beide Konzerne rüsten für eine ­Zukunft auf, in der man mehrere Geräte parallel nutzt. Die Benutzung eines einzelnen Geräts wie des Smartphones wird an Bedeutung verlieren. Eine Mischung aus Internetdiensten und künstlicher ­Intelligenz soll es künftig ermöglichen, dass man auf allen mit dem Web verbundenen Geräten auf seine Informationen und Apps zugreifen kann. Google sprach von einem Paradigmenwechsel: «Mobile First» (das Smartphone zuerst) galt in den letzten Jahren als eine der wich­tigsten Regeln bei der Softwareent­wicklung. Künftig solle nun «AI first» (künstliche Intelligenz zuerst) gelten. Nebst Apple, Microsoft und Google ­mischen hier auch die zwei anderen grossen Techkonzerne, Amazon und Facebook, mit.

Ticker Der Livebericht der Apple-Entwicklerkonferenz (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 05.06.2017, 22:33 Uhr

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