Die Amerikaner kommen, die Araber bleiben aus

Die Schweizer Hoteliers hatten im Sommer mehr Gäste als im Jahr davor. Eine einzige Region verbuchte ein Minus – und eine Stadt am meisten Zuwachs.

Einsteigen bitte, falls es noch Platz hat: Stossverkehr an der Rigi.

Einsteigen bitte, falls es noch Platz hat: Stossverkehr an der Rigi. Bild: Keystone

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Die Schweizer Hoteliers blicken auf einen guten Sommer 2019 zurück. Im Zeitraum von Mai bis Oktober verzeichneten sie in jedem Monat mehr Übernachtungen als im Jahr davor. Insgesamt lag die Zahl der Logiernächte in der Sommersaison bei 22,6 Millionen, was einem Plus von 2,4 Prozent entspricht.

Betrachtet man ausschliesslich den Monat Oktober, so fiel der Zuwachs etwas weniger stark aus. Hier nahm die Zahl der Logiernächte um 1,8 Prozent auf rund 3 Millionen zu, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Am höchsten war das Plus im Juni mit einem Wert von 5,1 Prozent, am tiefsten im September mit lediglich 0,2 Prozent.

In der ganzen Saison wurde laut BFS sowohl bei den in- als auch den ausländischen Gästen eine Zunahme verbucht. So legten die Logiernächte der inländischen Gäste um 2,8 Prozent auf 9,8 Prozent zu, während bei ausländischen ein Wachstum von 2,1 Prozent auf 12,9 Millionen verzeichnet wurde.

Steigende Nachfrage aus Belgien

Ein Grossteil der ausländischen Nachfrage ging auf das Konto der Gäste aus dem amerikanischen Kontinent mit einem Plus von 8,1 Prozent. Mit einer Zunahme 9,5 Prozent waren dabei die Vereinigten Staaten für das deutlichste Gästeplus aller ausländischen Herkunftsländer verantwortlich.

Auch die Nachfrage aus dem europäischen Kontinent (ohne Schweiz) stieg um 1,4 Prozent. Für die stärksten Zunahmen sorgten dabei die Gäste aus Deutschland (2,7%) und Belgien (6,1%).

Stagniert hat hingegen die Nachfrage der asiatischen Gäste. Während zwar China (ohne Hongkong) als eines der wichtigsten Länder dieses Kontinents für ein Plus 3,3 Prozent sorgte, nahmen die Übernachtungen der Gästen aus den Golfstaaten um fast 12 Prozent ab. Auch die Nachfrage aus Indien ging 4,4 Prozent zurück.

Ostschweiz verliert Gäste

Nach Tourismusregionen unterteilt, registrierten insgesamt 12 von 13 gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode eine Zunahme der Logiernächte. Zürich wies mit einem Plus von 135'000 Logiernächten ( 3,7%) den grössten absoluten Anstieg auf. Darauf folgten das Wallis mit einem Plus von 93'000 Logiernächsten ( 4,7%), die Genferseeregion (( 79'000/ 4,7%) und Graubünden ( 68'000/ 2,9%). Die Ostschweiz verbuchte als einzige Tourismusregion ein Logiernächteminus (-38'000/-3,2%). (sda/red)

Erstellt: 05.12.2019, 10:34 Uhr

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