Maschinenindustrie erholt sich von Frankenschock

CS-Ökonomen sehen einen leichten Aufschwung der MEM-Industrie. Welche Faktoren dazu beitragen.

Branche wächst leicht: Ein Mitarbeiter von MAN Diesel & Turbo Schweiz bei der Endmontage eines Rotors eines Turbokompressors. (15. Juni 2015)

Branche wächst leicht: Ein Mitarbeiter von MAN Diesel & Turbo Schweiz bei der Endmontage eines Rotors eines Turbokompressors. (15. Juni 2015) Bild: Keystone

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Zwei Jahre nach dem Frankenschock ist auch für die besonders gebeutelte Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) Licht am Ende des Tunnels in Sicht. Nach Ansicht der Credit Suisse dürfte die Branche 2017 erstmals seit Anfang 2015 wieder leicht wachsen.

Damals hatte die Schweizerische Nationalbank (SNB) völlig überraschend den Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken aufgehoben und der MEM-Industrie einen Nackenschlag versetzt. Die steile Aufwertung des Frankens verteuerte Schweizer Produkte und liess die Exporte einbrechen.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, mussten die Firmen die Preise senken, was auf Ertragslage durchschlug und zahlreichen Firmen rote Zahlen bescherte. Sparmassnahmen führten zum Abbau von weit über 10'000 Stellen.

Leichtes Wachstum

Nun rechnen die Ökonomen der Credit Suisse damit, dass die Exporte der MEM-Industrie nach den Rückgängen der beiden letzten Jahre im 2017 wieder leicht ansteigen dürften. Insbesondere die Maschinenindustrie profitiere, hiess es im CS-Branchenhandbuch, das am Dienstag veröffentlicht wurde.

Die wichtigsten Treiber dieser Erholung seien die solide Konjunktur in den Absatzländern und die Stabilisierung des Frankenkurses. Die positive Dynamik dürfte sich 2017 vermehrt auf kleinere Firmen der MEM-Branche übertragen, auch wenn viele von ihnen die Last der Frankenstärke weiterhin stärker spürten als international breit aufgestellte Grossunternehmen.

Weiterhin schlecht sieht es für die Uhrenindustrie aus. Die CS-Ökonomen rechnen nicht damit, dass der Sektor bereits im laufenden Jahr wieder wächst. Verschiedene Faktoren, die die Uhrenindustrie 2016 belastet hätten, dürften 2017 weiterhin Bestand haben – insbesondere die Unsicherheiten im Tourismus in Europa als Folge der Angst vor Terroranschlägen. (woz/sda)

Erstellt: 10.01.2017, 13:30 Uhr

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