Migros installiert Kameras im Schlachthof – Coop will nachziehen

Die Kameraüberwachung ist Teil eines Forschungsprojekts und soll Hinweise über den Zustand der Schweine vor der Schlachtung liefern.

Schweine auf einem Bauernhof im Kanton Bern werden mit dem Viehtransporter in einen Schlachthof gebracht. (Archiv)

Schweine auf einem Bauernhof im Kanton Bern werden mit dem Viehtransporter in einen Schlachthof gebracht. (Archiv) Bild: Georgios Kefalas/Keystone

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Um die Transparenz bei ihren Fleischprodukten zu steigern, hat die Migros-Fleischverarbeitungsfirma Micarna Kameras in ihren Schlachthöfen installiert. Bei der Coop-Tochter Bell ist man daran, ein ähnliches Projekt umzusetzen, wie die «Schweiz am Wochenende» berichtet.

In einer Mitteilung an Lobbyisten hat Micarna darauf hingewiesen, dass sie entlang des Schlachtprozesses Kameras installiert habe. Die Aufnahmen würden Hinweise liefern über den Zustand der Schweine, während sie betäubt, aufgehängt und entblutet werden. Die Bilder dürften von kantonalen Kontrolleuren und vom Schweizer Tierschutz begutachtet werden.

Laut Micarna-Sprecherin Deborah Rutz handelt es sich dabei um ein Forschungsprojekt im Schweineschlachthof am Hauptstandort Courtepin FR, es sei aber noch zu früh, um erste Schlüsse aus dem Projekt zu ziehen, wie die «Schweiz am Wochenende» weiter berichtet.

Auch die Coop-Tochter Bell sei daran, bis Ende Jahr ein ähnliches Projekt umzusetzen. Auch Bell will laut Sprecher Fabian Vetsch dem Schweizer Tierschutz die Bilder zur Verfügung stellen. (nag)

Erstellt: 25.08.2017, 22:33 Uhr

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