Steigenberger für über 770 Millionen nach China verkauft

Die Luxuskette hat einen neuen Besitzer. In der Schweiz unterhält sie Hotels in Davos und Zürich.

Hier nächtigte einst Bill Clinton am WEF: Das Steigenberger Belvédère in Davos. (Bild: Keystone)

Hier nächtigte einst Bill Clinton am WEF: Das Steigenberger Belvédère in Davos. (Bild: Keystone)

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die deutsche Hotelgruppe Steigenberger kommt in chinesische Hände. Der ägyptische Tourismus-Unternehmer Hamed El-Chiaty («Iberotel», «Sol y Mar») verkauft die Steigenberger-Dachgesellschaft Deutsche Hospitality für 700 Millionen Euro (772 Millionen Franken), an den chinesischen Hotelbetreiber Huazhu.

Das teilte der neue Eigentümer am Montag mit. Zur Deutsche Hospitality gehören insgesamt 118 Hotels in 19 Ländern unter den Marken Steigenberger, IntercityHotel, MAXX by Steigenberger, Jaz in the City und die erst im vergangenen Jahr erworbene dänische Kette Zleep Hotels. 36 weitere Hotels seien in Planung oder im Bau. Bis 2025 will Steigenberger auf 250 Standorte expandieren.

In der Schweiz betreibt die Gruppe zwei Hotels unter der Marke Steigenberger in Davos (Belvédère) und Zürich (Bellerive au Lac). Zudem soll am Zürcher Flughafen im nächsten Jahr ein Intercity-Hotel eröffnet werden.

Die an der New Yorker Börse Nasdaq gelistete Huazhu betreibt nach eigenen Angaben mehr als 5000 Hotels in 400 Städten unter 18 Marken. Nach Zimmern sei das Unternehmen der neuntgrösste Hotelbetreiber der Welt.

Familie behält Immobilie in Davos

«Die Übernahme der Deutschen Hospitality beschleunigt Huazhus Wachstumsstrategie, treibt das Umsatzwachstum im Upscale- und Luxussegment in Asien, inklusive China, voran und trägt zum Ausbau der internationalen Präsenz bei», begründeten die Chinesen die Übernahme. Huazhu-Konzernchefin Jenny Zhang sagte, die Gruppe werde künftig «für europäische Gastlichkeit, deutsche Qualität und asiatische Geschwindigkeit» stehen.

«Die legendäre Marke hat eine fast 90-jährige Tradition, die Gästen aus aller Welt eine perfekte Balance aus Tradition und Moderne bietet», sagte Huazhu-Gründer Qi Ji. El-Chiaty, der 2009 Steigenberger von den Erben übernahm, habe das Erbe der Familie bewahrt und weiterentwickelt. Die Hotel-Immobilien im Zentrum von Frankfurt («Frankfurter Hof») und am Frankfurter Flughafen sowie in Davos gehören weiterhin der Familie. Im vergangenen Jahr setzte Steigenberger 770 (2017: 724) Millionen Euro um. (red/sda)

Erstellt: 04.11.2019, 13:04 Uhr

Artikel zum Thema

Betreibungsamt will 43 Millionen Franken von Hotel-Dolder-Besitzer

Kunstsammler Urs Schwarzenbach verliert vor dem Zürcher Obergericht. Er wehrte sich erfolglos gegen eine Betreibung – und zieht das Urteil weiter. Mehr...

Was hinter Zürichs 447-Zimmer-Hotel steckt

In Opfikon entsteht ein Gästehaus, das mehr Betten anbieten wird als jedes andere in Zürich. Das Projekt ist markanter Beleg eines grösseren Trends. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Paid Post

Willkommen auf dem E-Bauernhof

Im Jahr 2050 gilt es, 9,8 Milliarden Menschen zu ernähren. Somit muss bis dann die Nahrungsmittelproduktion weltweit um 70 Prozent erhöht werden.

Kommentare

Blogs

Beruf + Berufung «Der Unfall schärfte meinen Blick aufs Leben»

Weiterbildung

Gamen in der Schule

Die Schule bereitet Kinder auf die Arbeitswelt vor. Das Rüstzeug soll auch spielerisch vermittelt werden.

Die Welt in Bildern

Nichts wie weg: Ein Känguru flieht vor den Flammen in Colo Heights, Australien, die bereits 80'000 Hektaren Wald zerstört haben (15. November 2019).
(Bild: Hemmings/Getty Images) Mehr...