US-Finanzministerium widerspricht Präsident Trump

China habe seine Währung nicht manipuliert. Zu diesem Schluss kommt das US-Finanzministerium.

Die USA finden keine Beweise, dass China den Wert seiner Währung künstlich drückt: Eine Bankangestellte zählt Yuan. (Archivbild)

Die USA finden keine Beweise, dass China den Wert seiner Währung künstlich drückt: Eine Bankangestellte zählt Yuan. (Archivbild) Bild: Woo He/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Entgegen früherer Vorwürfe von US-Präsident Donald Trump sieht das US-Finanzministerium keine Beweise dafür, dass China den Wert seiner Währung künstlich drückt. Kein grosses Partnerland habe in diesem Jahr seine Währung manipuliert.

So heisst es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht von US-Finanzminister Steven Mnuchin. Die Eingriffe der chinesischen Zentralbank seien «begrenzt».

Die USA beklagen in dem Bericht aber einen «Mangel an Transparenz» in der chinesischen Währungspolitik und stellen das Land unter Beobachtung. Unter Beobachtung gestellt werden auch Deutschland, Indien, Japan, Südkorea und die Schweiz.

Hohe Strafzölle gegen China

Trump hatte China in der Vergangenheit wiederholt vorgeworfen, den Wert des Yuan zu drücken, um damit seine Exporte zu steigern. Das enorme Handelsdefizit der USA gegenüber China ist dem Präsidenten ein Dorn im Auge. Er erhob deswegen hohe Strafzölle gegen chinesische Produkte.

US-Finanzminister Mnuchin erklärte nun in seinem Bericht, die Schwäche des Yuan sei eine «grosse Herausforderung, um einen faireren und ausgeglicheneren Handel zu erreichen». Seit Mitte Juni sei der Wert des Yuan gegenüber dem Dollar um sieben Prozent gesunken. Chinas Währungspraktiken würden weiter überwacht. (chk/sda)

Erstellt: 18.10.2018, 03:48 Uhr

Artikel zum Thema

Wie chinesische Händler die US-Sanktionen umgehen

Die Hälfte aller Einfuhren aus China ist mit US-Zöllen belegt. Händler werden kreativ, diese zu umgehen. Mehr...

Das sind die Profiteure von Trumps Handelskrieg

Wenn Washington und Peking sich streiten, freuen sich Dritte: Wohin die Handelsströme zwischen den USA und China umgeleitet werden dürften. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Newsletter

Der ideale Start in den Tag

Sie wollen täglich die besten Beiträge aus der Redaktion?
Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter «Der Morgen».

Kommentare

Newsletter

Der ideale Start in den Tag

Sie wollen täglich die besten Beiträge aus der Redaktion?
Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter «Der Morgen».

Die Welt in Bildern

Im Wiederaufbau: Das Sonnenlicht am frühen Morgen scheint auf die Kathedrale Notre-Dame in Paris. (16. September 2019)
(Bild: Ian Langsdon) Mehr...