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45 Millionen Franken für Lobby-Arbeit in Brüssel

Über 200 Schweizer Firmen, Verbände und Organisationen weibeln bei der EU für ihre Interessen.

Schweizer Firmen investieren Geld, um in Brüssel besser vertreten zu sein.
Schweizer Firmen investieren Geld, um in Brüssel besser vertreten zu sein.
Gaetan Bally, Keystone
Dazu gehören unter andrem: Novartis, ...
Dazu gehören unter andrem: Novartis, ...
Patrick Straub, Keystone
Für Heinz Karrer von Economiesuisse (hier an der Jahresmedienkonferenz Ende Januar 2019) nicht überraschend: Die Firmen müssten mehr Lobby-Arbeit betreiben, weil die Schweiz nicht in der EU sei.
Für Heinz Karrer von Economiesuisse (hier an der Jahresmedienkonferenz Ende Januar 2019) nicht überraschend: Die Firmen müssten mehr Lobby-Arbeit betreiben, weil die Schweiz nicht in der EU sei.
Anthony Anex, Keystone
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259 Schweizer Organisationen weibeln laut dem «SonntagsBlick» bei der EU für ihre Interessen. Die Zeitung beruft sich dabei auf die neuesten Liste des EU-Transparenz-Registers. Damit sei die Schweiz in Brüssel besser vertreten als die meisten EU-Mitgliedstaaten, denn Österreich sei nur mit 244 Organisation, Polen mit 223, Portugal mit 191 und etwa Rumänien mit 102 Institutionen vor Ort präsent.

Die 259 Schweizer Firmen, Verbände und sonstigen Organisationen gäben pro Jahr rund 45 bis 60 Millionen Franken für ihre Lobbying-Aktivitäten in Brüssel aus. Neben internationalen Grosskonzernen wie Novartis, Syngenta und der Grossbank Credit Suisse lobbyierten bei der EU auch die ETH Zürich, die Gewerkschafts-Dachorganisation Travail.Suisse, die SBB, der Schweizerische Nationalfonds oder etwa die Schweizer Beratungsstelle für Unfallverhütung.

Der Präsident von Economiesuisse, Heinz Karrer, erklärt dazu: «Schweizer Unternehmen müssen in Brüssel mehr lobbyieren, weil wir nicht EU-Mitglied sind aber sehr intensive Handelsbeziehungen haben.» Die Verhandlungen rund um das Rahmenabkommen hätten zudem dazu geführt, dass man die Lobby-Arbeit verstärkt habe.

SDA/roy

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