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Acht Männer besitzen mehr als die halbe Menschheit

Die Schere zwischen Reich und Arm ist offenbar weitaus grösser als bisher angenommen.

426 Milliarden Dollar für Bill Gates & Co.: So ungleich ist der Reichtum auf der Welt verteilt. (Tamedia/Reuters)

Die acht reichsten Männer besitzen zusammen mehr Geld als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Das geht aus einem Bericht der Hilfsorganisation Oxfam hervor. Die weltweite soziale Ungleichheit ist demnach grösser als angenommen.

Bill Gates, Amancio Ortega, Warren Buffett, Carlos Slim Helú, Jeff Bezos, Mark Zuckerberg, Larry Ellison und Michael Bloomberg: Sie besassen im vergangenen Jahr 426 Milliarden Dollar – 3,6 Milliarden Menschen kamen dagegen zusammen auf lediglich 409 Milliarden Dollar, wie Oxfam am Montag zum Auftakt des WEF in Davos schreibt.

Bildstrecke – die acht Reichsten der Welt:

Das sind die acht reichsten Männer der Welt: Microsoft-Gründer Bill Gates. (Archivbild)
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Kamil Zihnioglu, Keystone
Gründer von Zara und reichster Mann Europas: Der spanische Geschäftsmann Amancio Ortega. (Archivbild)
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Torrecilla, Keystone
Der frühere Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg. (Archivbild)
Der frühere Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg. (Archivbild)
Seth Wenig, Keystone
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Vor einem Jahr hatte die Organisation noch vorgerechnet, das Verhältnis liege bei 62 Personen, deren Vermögen jenem der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung entspreche. Neue Vermögensdaten, insbesondere aus China und Indien, würden nun aber zeigen, dass die Ärmeren deutlich weniger Vermögen besitzen als bislang angenommen. So wären es damals bloss neun Milliardäre gewesen, die das Vermögen der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung aufwogen.

Diese Entwicklung hängt laut der Organisation mit Möglichkeiten reicher Menschen und internationaler Konzerne zusammen, sich «Vorteile auf Kosten des Allgemeinwohls zu verschaffen». Dies gelinge etwa durch aggressive Steuervermeidungstechniken oder die Nutzung von Steueroasen und treibe Staaten in einen «ruinösen Wettlauf um Niedrigsteuersätze».

Die zehn grössten Konzerne hätten im vergangenen Jahr mehr Einnahmen erzielt als 180 Staaten zusammen. Oxfam kritisiert weiter die Tendenz bei Unternehmen, Gewinne für Aktionäre zu maximieren. Seien in Grossbritannien 1970 noch 10 Prozent der Gewinne an Anteilseigner ausgeschüttet worden, stehe die Zahl heute bei 70 Prozent. Das funktioniere besonders für die Reichen, da die Mehrheit der Aktionäre zu den Wohlhabendsten der Gesellschaft zählten.

«Feinde einer solidarischen Gesellschaft»

Der wachsende Graben beschädige den sozialen Zusammenhalt, behindere den Kampf gegen Armut und untergrabe den Glauben an die Demokratie, warnt die Organisation. «So bereitet Ungleichheit den Boden für Rechtspopulisten und andere Feinde einer solidarischen Gesellschaft.»

Oxfam fordert einen weltweiten Mindeststeuersatz für Konzerne, die Schliessung von Steueroasen, Transparenz bei Gewinnen und Steuerzahlungen internationaler Konzerne sowie Steuern auf sehr hohe Einkommen und Vermögen. Die Regierungen müssten «für die 99 Prozent» arbeiten.

Die neusten Daten beruhen auf dem Credit Suisse Global Wealth Databook 2016 und der aktuellen «Forbes»-Milliardärsliste.

Bildstrecke – die Reichsten der Schweiz:

Ingvar Kamprad hat die Möbelkette Ikea gegründet – das Vermögen seiner Familie beläuft sich mittlerweile auf 45 bis 46 Milliarden Franken ...
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Inter Ikea Systems B.V., Keystone
... Ingvar Kamprad selbst lebt mittlerweile wieder in Schweden, seine Söhne Peter (rechts im Bild mit seinem Vater), Jonas und Mathias haben alle den Schweizer Pass und sind in der Genferseeregion heimisch.
... Ingvar Kamprad selbst lebt mittlerweile wieder in Schweden, seine Söhne Peter (rechts im Bild mit seinem Vater), Jonas und Mathias haben alle den Schweizer Pass und sind in der Genferseeregion heimisch.
Mats Samuelsson, Keystone
Nicht mehr auf der Liste der 300 Reichsten ist der Musiker Phil Collins. Er hat seinen Wohnsitz nach Miami verlegt, wo er mit seiner Ex-Frau Orianne Cevey-Collins einen Neustart wagt ...
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Laurent Gillieron, Keystone
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SDA/chk

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