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Alitalia-Mitarbeiter lehnen Rettungsplan ab

Der italienischen Fluggesellschaft Alitalia geht das Geld aus. Ein Sanierungsplan scheitert nun an den Mitarbeitern.

«Der Zorn der Arbeiter hat gesiegt»: Ein Airbus A320 von Alitalia in Mailand. (Archivbild)
«Der Zorn der Arbeiter hat gesiegt»: Ein Airbus A320 von Alitalia in Mailand. (Archivbild)
Antonio Calanni, Keystone

Die Turbulenzen bei der Krisen-Fluggesellschaft Alitalia verschärfen sich. Die Mitarbeiter lehnten am Montag mit grosser Mehrheit einen mit den Gewerkschaften ausgehandelten Rettungsplan des Managements ab.

«Der Zorn der Arbeiter hat gesiegt», sagte ein Gewerkschaftsvertreter. Der Sanierungsplan sah den Abbau von 1700 Jobs beim Bodenpersonal und die Kürzung der Gehälter beim Flugpersonal von acht Prozent vor. Damit sollte der Weg geebnet werden, um den Betrieb der italienischen Airline mit frischen Finanzspritzen der Anteilseigner aufrechtzuerhalten.

Alitalia gehört zu 49 Prozent der arabischen Fluggesellschaft Etihad aus Abu Dhabi sowie den heimischen Banken Unicredit und Intesa Sanpaolo. Ministerpräsident Paolo Gentiloni hatte kürzlich davor gewarnt, dass Alitalia ohne die Kürzungen nicht überleben könne.

Mitarbeiter hoffen auf Regierung

Der Verwaltungsrat will noch am Dienstag zu Beratungen zusammenkommen. Die Mitarbeiter hoffen nun darauf, dass die Regierung eingreift und sich für die Ausarbeitung eines alternativen Rettungsplans einsetzt. Sie haben angekündigt, keine weiteren Einschnitte zu akzeptieren, weil die Arbeitskosten bei Alitalia bereits zu den niedrigsten in der Branche in Europa gehörten.

Eine erneute Verstaatlichung der Airline schloss die Regierung zuletzt aus. Die Fluggesellschaft hat nur selten in ihrer 70-jährigen Geschichte einen Gewinn gemacht und verliert derzeit täglich mindestens 500'000 Euro. Insidern zufolge droht ihr, in wenigen Wochen das Geld auszugehen.

SDA/chk

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