Aussenhandel schwächelt – Uhrenexporte legen zu

Die Schweizer Exportwirtschaft ist im März geschrumpft. Das Exportvolumen bei Uhren stieg dagegen um 4,4 Prozent.

Entgegen dem Trend: Die Uhrenexporte sind im März um 4,4 Prozent gestiegen. (Archivbild) Bild: Alessandro Della Bella/Keystone

Entgegen dem Trend: Die Uhrenexporte sind im März um 4,4 Prozent gestiegen. (Archivbild) Bild: Alessandro Della Bella/Keystone

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Die Schweizer Exporte sind im Vergleich zum Vormonat saisonbereinigt um 0,3 Prozent auf 19,41 Milliarden Franken (real 0,1%) gesunken. Die Importe nahmen gar um 3,1 Prozent auf 16,91 Milliarden Franken (real -3,2%) ab, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Donnerstag in einer Mitteilung schrieb. In der Handelsbilanz resultiert ein Überschuss von 2,49 Milliarden Franken.

Im ersten Quartal 2019 hätten sich die beiden Verkehrsrichtungen gegensätzlich entwickelt, so das EZV weiter. Die Exporte liessen saisonbereinigt leicht nach (-,5% nominal), verblieben aber mit 57,36 Milliarden indes weiterhin über der 57-Milliarden-Franken-Marke. Die Importe dagegen legten nochmals zu (1,0%) und erreichten damit den Rekordwert von 51,16 Milliarden Franken. Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 6,20 Milliarden Franken.

Für den Verkaufsrückgang im ersten Quartal waren gemäss EZV die schwergewichte Maschinen und Elektronik (-1,6%) – die sich seit dem zweiten Quartal 2018 im Abwärtstrend befinden – sowie Chemie-Pharma (-0,8%) verantwortlich.

Uhrenexporte steigen im März um 4,4 Prozent

Zugelegt haben dagegen die Uhrenexporte, die bereits im letzten Quartal einen kräftigen Schub erfahren hatten. Getragen wurden sie von der Absatzentwicklung in Asien und Grossbritannien. Das Exportvolumen stieg nominal um 4,4 Prozent auf 1,74 Milliarden Franken, teilte der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH am Donnerstag mit.

Damit ist der Branche der Start ins neue Jahr geglückt, nachdem die Uhrenexporte bereits im Januar und Februar um 0,2 respektive 3,4 Prozent zugelegt hatten. Insgesamt steht für das erste Jahresviertel jetzt ein Plus von 2,9 Prozent zu Buche.

Dabei gilt zu bedenken, dass die Exporte zu Beginn des Jahres 2018 sehr stark angezogen hatten. In den Monaten Januar und Februar 2018 gar mit jeweils zweistelligen Prozentraten. Die Vergleichsbasis war also hoch.

Nach Absatzmärkten betrachtet haben sich die Uhrenexporte im Berichtsmonat sehr unterschiedlich entwickelt. In den beiden grössten Märkten Hongkong und USA stiegen sie um 2,5 beziehungsweise 5,9 Prozent, hielt der Verband fest. Erneut viel dynamischer entwickelten sich die Ausfuhren nach China (17%) und Japan (22%).

Britische Händler decken sich ein

Grossbritannien sticht mit 76 Prozent mehr eingeführten Uhren aus der Schweiz hervor. Dort hätten sich viele Händler aufgrund der Sorge vor einem ungeordneten Austritt aus der EU mit Zeitmessern eingedeckt, hiess es. Andere europäische Märkte hätten hingegen weiter an Terrain verloren.

Bei den Preiskategorien schnitten Uhren mit einem Exportwert von weniger als 200 Franken erneut schwach ab. In Franken sank das Exportvolumen bei den günstigsten Uhren um 25 Prozent. Auf der Gegenseite erfreuten sich teure Schweizer Uhren nach wie vor weltweit grosser Beliebtheit. Der Gesamtwert der Zeitmesser mit einem Exportwert von über 3'000 Franken stieg um 13 Prozent.

(oli/sda)

Erstellt: 18.04.2019, 08:57 Uhr

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