Carlos Ghosn kann gegen Kaution freikommen

Gegen eine Kaution von rund 4,6 Millionen Franken billigte ein Gericht in Tokio die Entlassung des inhaftierten Ex-Nissan-Chefs.

Die Staatsanwaltschaft dürfte Berufung gegen die Entscheidung des Tokioter Bezirksgerichts Einspruch einlegen: Carlos Ghosn. (9. April 2019)

Die Staatsanwaltschaft dürfte Berufung gegen die Entscheidung des Tokioter Bezirksgerichts Einspruch einlegen: Carlos Ghosn. (9. April 2019) Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der in Japan inhaftierte Ex-Nissan-Chef Carlos Ghosn kann gegen Kaution freikommen. Ein Gericht in Tokio billigte eine Entlassung. Es legte zugleich eine Kaution von umgerechnet 4,6 Millionen Franken (500 Millionen Yen) fest.

Die Staatsanwaltschaft dürfte Berufung gegen diese Entscheidung des Tokioter Bezirksgerichts Einspruch einlegen.

Es wäre das zweite Mal, dass Ghosn aus der Untersuchungshaft kommt. Im November vergangenen Jahres war er in Tokio wegen angeblichen Verstosses gegen Börsenauflagen erstmals in Haft genommen worden. Zudem soll er private Investitionsverluste auf Nissan übertragen haben.

Ghosn wurde angeklagt und erst nach monatelanger Haft gegen Kaution entlassen. Knapp vier Wochen nach seiner Freilassung wurde er Anfang dieses Monats dann erneut in Untersuchungshaft genommen. Die Staatsanwaltschaft erhob erst Anfang dieser Woche abermals Anklage wegen Zahlungen an einen Vertriebspartner im Oman. Einen Termin für einen Prozess gegen den Manager gibt es noch immer nicht. Er hat alle Vorwürfe zurückgewiesen und spricht von Verschwörung. (chk/sda)

Erstellt: 25.04.2019, 05:06 Uhr

Artikel zum Thema

Japan erhebt neue Anklage gegen Ghosn

Nachdem der ehemalige Nissan- und Renaultchef Anfang des Monats erneut festgenommen wurde, wurde nun seine Anklage erweitert. Mehr...

Nissan-Aktionäre entlassen Ghosn nach 20 Jahren

Die Aktionäre des japanischen Autobauers haben den inhaftierten Ex-Konzernchef aus dem Verwaltungsrat geworfen. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Kommentare

Weiterbildung

Banken umwerben Frauen

Weltweit steigt das Privatvermögen von Frauen. Banken zeigen, wie dieses gewinnbringend anzulegen ist.

Die Welt in Bildern

In einem Tempel in Indonesien werden Laternen für die bevorstehenden Feierlichkeiten zum neuen Jahr aufgestellt. Das Mondschein-Neujahr, in China auch als Frühlingsfest bekannt, fällt auf den 25. Januar 2020 und markiert den Beginn des Jahres der Ratte. (23. Januar 2020)
(Bild: Fully Handoko) Mehr...