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China setzt Strafzölle auf US-Autos kurzzeitig aus

Peking sagt, dass es sich um eine «konkrete Massnahme» des Anfang Dezember beschlossenen Waffenstillstands handle.

Entspannung im Handelsstreit? Die Präsidenten Xi Jinping und Donald Trump in Chinas Hauptstadt Peking. (9. November 2018)
Entspannung im Handelsstreit? Die Präsidenten Xi Jinping und Donald Trump in Chinas Hauptstadt Peking. (9. November 2018)
Andy Wong (AP), Keystone

China geht im Handelsstreit mit den USA einen Schritt auf die Vereinigten Staaten zu: Ab Januar setze Peking die im Sommer verhängten Strafzölle auf Autos und Autoteile aus den USA für drei Monate aus. Dies gelte ab dem 1. Januar, teilte die Regierung in Peking am Freitag mit. Sie hatte die Zölle von zehn auf 35 Prozent angehoben. Die Nachricht sorge an der Börse für eine kräftige Erholung der europäischen Autowerte, schreibt der deutsche TV-Sender www.n-tv.de.

China reagierte damals auf Massnahmen der USA, die Strafzölle auf chinesische Waren im Wert von 50 Milliarden Dollar (44,3 Milliarden Euro) verhängt hatten. Anfang Dezember bereits hatte die Regierung in Peking angekündigt, sie werde «ab sofort» Handelserleichterungen für die USA umsetzen.

Chinas Staatschef Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump hatten sich am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires wenige Tage zuvor auf einen Waffenstillstand in ihrem Handelskonflikt verständigt. Bei einem Abendessen einigten sie sich darauf, vorerst auf angedrohte neue Strafzölle zu verzichten. Die USA setzten China zugleich eine Frist von 90 Tagen, seiner Forderung nach dem Abbau von Handelsbarrieren nachzukommen.

Video: Trump und Xi nähern sich an

Die Staatschefs einigen sich vorerst auf einen Verzicht auf neue Strafzölle. (Video: AFP/Tamedia)

Die Aussetzung der Strafzölle auf Autos sei «eine konkrete Massnahme», um den Waffenstillstand umzusetzen, erklärte nun am Freitag Peking. Überschattet wird die Entspannung im Handelsstreit von der Festnahme der chinesischen Managerin Meng Wanzhou in Kanada auf Betreiben der USA, die inzwischen gegen Zahlung einer Millionen-Kaution und unter strengen Auflagen freigelassen wurde.

AFP/fal

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