Credit Suisse verdoppelt den Reingewinn

Die Grossbank verbucht unter anderem dank steigender Erträge in der Vermögensverwaltung einen Gewinnsprung.

Die Credit Suisse Filiale in Lugano. (Archivbild) Bild: Christian Beutler/Keystone

Die Credit Suisse Filiale in Lugano. (Archivbild) Bild: Christian Beutler/Keystone

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Die Credit Suisse hat im dritten Quartal 2019 deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Analysten waren zwar von einem starken Anstieg ausgegangen, die Grossbank übertraf mit ihrem Ergebnis die Prognosen aber noch.

Der Reingewinn stieg auf 881 Millionen Franken nach 424 Millionen Franken im Vorjahr. Vor Steuern waren es 1,14 Milliarden Franken nach 671 Millionen ein Jahr zuvor, wie die Bank am Mittwoch mitteilte.

Die Erträge erreichten 5,33 Milliarden nach 4,89 Milliarden im Vorjahr und 5,58 Milliarden im Vorquartal. Bei einem Geschäftsaufwand von 4,11 Milliarden ergibt sich ein Verhältnis aus Kosten und Erträgen (Cost-/Income-Ratio) von rund 77 Prozent.

Mit den Zahlen wurden die Prognosen der Analysten auf allen Ebenen übertroffen. Gemäss AWP-Konsens wurde mit einem Gesamtertrag von 5,20 Milliarden gerechnet sowie mit einem Vorsteuergewinn von 1,13 Milliarden und einem Konzerngewinn von 776 Millionen.

«Im dritten Quartal 2019 haben wir unsere Strategie, ein führender Vermögensverwalter mit ausgeprägten Kompetenzen im Investmentbanking zu sein, weiter umgesetzt», liess sich Konzernchef Tidjane Thiam am Mittwoch in einer Mitteilung zitieren.

Der Bank flossen in der Periode von Juli bis September Nettoneugelder in Höhe von 12,8 Milliarden Franken zu. Die verwalteten Vermögen stiegen damit per Ende September auf 1'482 Milliarden – nach 1'460 Milliarden Ende Juni.

Üblicher saisonaler Rückgang in Q4

Mit Blick nach vorne rechnet die CS für das Schlussquartal mit dem üblichen saisonalen Rückgang, der auf die Feiertage in zahlreichen Regionen weltweit zurückzuführen sei. Zudem geht das Management davon aus, dass die Herausforderungen angesichts der weiterhin schwierigen geopolitischen Lage, insbesondere im Zusammenhang mit dem Handelsstreit zwischen den USA und China sowie dem Brexit, anhalten würden. Dies wiederum dürfte zu mehr Zurückhaltung bezüglich Investitionsausgaben und Anlagetätigkeit führen, vor allem auch mit Blick auf die kommenden Jahre 2020 und 2021.

Die langfristigen Aussichten in der Vermögensverwaltung sieht die CS-Führung indes nach wie vor attraktiv. «Wir sind überzeugt, dass wir gut positioniert sind, um weiterhin profitables Wachstum zu erzielen,» so Thiam.

(oli/reuters/sda)

Erstellt: 30.10.2019, 07:12 Uhr

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