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Dem Fiskus entgehen Hunderte Millionen

Aktionäre müssen Dividenden als Einkommen versteuern. Doch Firmen umgehen diese Pflicht, indem sie Gewinne als Kapitalrückzahlung deklarieren. Exemplarisch dafür ist der Fall der neuen Firma Galenica Santé.

Ein alter Streit flammt wieder auf: Sollen Firmen weiterhin Gewinne steuerfrei an Aktionäre ausschütten dürfen, um so die Besteuerung von Dividenden zu umgehen? Es geht um Steuern von jährlich mindestens einer halben Milliarde Franken. Exemplarisch ist dabei der Fall der von der Galenica-Gruppe (heute Vifor Pharma) abgespaltenen Tochter Galenica Santé, die im April an die Börse gegangen ist und jetzt Galenica heisst. Den Deal organisiert hatte der frühere Verwaltungsratspräsident und heutige Ehrenpräsident Etienne Jornod. Er versprach den künftigen Aktionären vor dem Börsengang 80 Millionen Franken «Dividenden, die von der Verrechnungssteuer und für Schweizer Steuerpflichtige von der Einkommenssteuer befreit sind». So steht es in einer 29-seitigen Investorenbroschüre vom 27. April. Begründung: Galenica Santé richtet die Dividende als Kapitalausschüttung aus.

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