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Der Genfer Flughafen steht auf der Abschussliste

Die Swiss soll beweisen, dass sie in Genf profitabel wirtschaften kann. Ansonsten könnte sie von der Billigtochter Eurowings abgelöst werden.

Reduktion der Destinationen könnte der Swiss helfen, in Genf schwarze Zahlen zu schreiben: Logo des Genfer Flughafens. (Archivbild)
Reduktion der Destinationen könnte der Swiss helfen, in Genf schwarze Zahlen zu schreiben: Logo des Genfer Flughafens. (Archivbild)
Martial Trezzini, Keystone

Die Lufthansa-Gruppe macht Druck auf ihre Tochtergesellschaft Swiss. Falls die Schweizer Airline am Flughafen Genf nicht bald schwarze Zahlen schreibt, könnte sie von der Billigtochter Eurowings abgelöst werden, zeigen Recherchen der «SonntagsZeitung».

Ende Juni informierte Lorenzo Stoll, Swiss-Chef für die Westschweiz, die Mitarbeiter an einem Breakfast-Meeting über die Lage. Im Protokoll der Info-Veranstaltung, das an alle Genfer Mitarbeiter verschickt wurde, heisst es, Eurowings habe den Auftrag erhalten, ein Business-Szenario für Genf zu entwickeln. «Das Ziel, auf der Kurzstrecke rentabel zu sein, wurde nicht erreicht, trotz umfangreicher Bemühungen», wird die Überprüfung begründet.

Parallel zum Szenario der Eurowings soll die Swiss beweisen, dass es ihr doch noch gelingen kann, in Genf profitabel zu wirtschaften. Der Weg zum Ziel: ein neuer Businessplan, der am 6. Juni am «Tag des Konzerns» in Frankfurt verabschiedet wurde. Er heisst «Geneva Reloaded», läuft bis 2018 und soll zu einer «signifikanten Verbesserung der Rentabilität» führen, wie es im Protokoll heisst. Unter anderem plant der neue Swiss-Chef Thomas Klühr eine Straffung des Streckennetzes ab Genf. Vorgesehen ist eine Reduktion von 40 auf 30 Destinationen, so das Protokoll.

Gemäss zwei voneinander unabhängigen Lufthansa-Konzerninsidern will das Unternehmen schon Mitte nächsten Jahres entscheiden, wer in Genf zum Zug kommt.

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