Der Mars-Boykott von Coop ist vorbei

Coop und Mars haben eine Einigung im Preisstreit gefunden: Die boykottierten Produkte kommen zurück ins Regal.

Leere Regale: Coop verbannte wegen des Preisstreits zahlreiche Artikel aus dem Sortiment. Bild: 20 Minuten

Leere Regale: Coop verbannte wegen des Preisstreits zahlreiche Artikel aus dem Sortiment. Bild: 20 Minuten

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Rund zwei Monate waren einige Produkte des Mars-Konzerns, darunter M&M's, Uncle Ben's und Sugus, in den Coop-Läden nicht verfügbar. Grund waren stockende Verhandlungen zwischen Mars und dem Händlerbündnis Agecore, zu dem auch Coop gehört. Das dürfte sich jetzt ändern: Die Firmen haben eine Einigung erzielt, wie Coop gegenüber der «Handelszeitung» bestätigt.

Wie genau die Einigung aussieht und ob es weitere Folgen wie etwa Preisänderungen gibt, ist derzeit unklar. Seitens Coop könne man derzeit nicht mehr dazu sagen. Beim Streit ging es darum, dass Coop von Mars tiefere Preise wollte.

Kunden haben nichts davon

Michael Stadler, Strategie-Dozent an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, sagte zu 20 Minuten, bei den Streitigkeiten handle es sich in erster Linie um einen Machtkampf zwischen Herstellern und Detailhändlern. Kunden würden davon praktisch nicht profitieren.

Bei internationalen Anbietern verhandelt Coop die Einkaufskonditionen im Rahmen einer Kooperation mit anderen Detailhändlern. Zusammen mit Edeka aus Deutschland oder Intermarché aus Frankreich gehört Coop der Einkaufsgemeinschaft Agecore an. Diese hat im letzten Jahr mit einer harten Haltung in den Preisverhandlungen für Aufsehen gesorgt.

Streit mit Nestlé führte zu Aktionen

Mitte Februar des letzten Jahres eskalierte der Streit zwischen Agecore und Nestlé: Agecore-Mitglieder listeten über 200 Produkte aus dem Nestlé-Universum aus, darunter Thomy-Produkte, Maggi-Würze oder Buitoni-Pizzas. Damals bestätigte Coop, über 200 Produkte nicht mehr zu bestellen.

Später kamen die Nestlé-Artikel wieder ins Regal zurück. Einen gross angekündigten und generell gültigen Preisabschlag gab es aber nie, da Nestlé befürchtete, dass andere Händler dieselben Konditionen fordern würden. Die besseren Einkaufskonditionen zeigten sich in erster Linie in Aktionen.

Übernommen von «20 Minuten».

Erstellt: 15.02.2019, 10:38 Uhr

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