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Der Sand wird knapp

Der weltweite Bauboom macht Sand zum begehrten Gut. Der Raubbau ist so krass, dass Strände schrumpfen, Inseln verschwinden. Ein Bombengeschäft ist die Knappheit dagegen für die Sandmafia.

Der Sandabbau ist ein lukratives Geschäft, wie hier in einer Mine in Wisconsin, USA. Foto: E+ (Getty Images)
Der Sandabbau ist ein lukratives Geschäft, wie hier in einer Mine in Wisconsin, USA. Foto: E+ (Getty Images)

«Wie Sand am Meer»: Die Redensart, einst Inbegriff des Überflusses, entlockt so manchem Meeresanwohner nur noch ein bitteres Lächeln. Denn Unverstand und Raubbau haben dazu geführt, dass das Meer vielerorts einst breite Sandstrände bis auf einen kümmerlichen Streifen verschluckt hat. Alte Bausünden rächen sich nun. Urlaubsorte haben Flussläufe in Betonbetten gezwungen, um Platz für Hotels und Ferienanlagen zu schaffen. Im Hinterland wurde immer mehr Trinkwasser abgeleitet oder zur Bewässerung abgezweigt. Manche Flüsse führen kaum noch Wasser, der Sandnachschub versiegt. Bei Hochwasser schiesst der mitgeführte Sand mit solcher Wucht ins Meer, dass er in der Tiefe verschwindet.

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