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Die Propaganda der Abschotter

Die Bauernlobby behauptet, dass das Cassis-de-Dijon-Prinzip zu schlechteren Lebensmitteln, nicht aber zu tieferen Preisen geführt habe. Dafür gibt es keine Beweise.

Mindere Qualität? EU-Produkte sollen wieder vom Schweizer Markt genommen werden. Foto: Jasper Juinen (Bloomberg)
Mindere Qualität? EU-Produkte sollen wieder vom Schweizer Markt genommen werden. Foto: Jasper Juinen (Bloomberg)

Am vorderster Front gegen den Import preiswerter EU-Lebensmittel (genannt Cassis-de-Dijon-Prinzip) kämpfte die halbwöchentlich erscheinende Zeitung «Schweizer Bauer». Kaffeerahm werde mit weniger Rahmanteil verkauft, Sirup mit weniger Fruchtanteil, Schmelzkäse enthalte weniger Käse, als die Käufer es erwarteten. Die Berichte wurden in nationalen Medien wie «20 Minuten» kritiklos weiterverbreitet. «Minderwertige Produkte im Regal», «nur billiger dank weniger Inhalt» lauteten einige Titel. Bauernverbandsdirektor Jacques Bourgeois warf den Anbietern rasch «Täuschung des Konsumenten» vor.

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