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Ein Hub für schmutzige Milliarden

Die Zürcher Privatbank Falcon diente als Schaltstelle für undurchsichtige Gelder aus Abu Dhabi und Malaysia. Nun muss die Singapurer Filiale schliessen.

Der Finanzdistrikt von Singapur: Die dort ansässige Filiale der Falcon Private Bank diente als Durchlauferhitzer. Foto: Getty Images
Der Finanzdistrikt von Singapur: Die dort ansässige Filiale der Falcon Private Bank diente als Durchlauferhitzer. Foto: Getty Images

Wer in Zürichs Kreis 1 das Kaufleuten passiert, erblickt am Gebäude gegenüber einen golden glänzenden Raubvogelkopf. Kein Schriftzug, keine Erklärung. Das Logo kennzeichnet das Hauptquartier eines Geldinstituts, das ausserhalb von Finanzkreisen nur wenige kannten: der Falcon Private Bank.

Das ändert sich gerade. Allein in den letzten 24Stunden erschienen weltweit Hunderte Artikel – die Privatbank hängt tief mit drin im Milliardengeldwäscheskandal rund um den malaysischen Staatsfonds 1MDB, der bereits zur Auflösung der Tessiner Bank BSI geführt hat. Monatelang haben die Finanzaufsichten der Schweiz und von Singapur die Falcon durchleuchtet. Gestern gaben sie die Resultate bekannt. Die Kontrolleure kamen zu einem vernichtenden Fazit: Man habe zwischen 2012 und 2015 «schwerwiegende Mängel in der Geld­wäscherei­bekämpfung und im Risikomanagement» entdeckt, teilt die Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) mit. Solche Sätze gehören mitunter zu den schärfsten Formulierungen, welche die Finma in solchen Verfahren benützt.

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