Zum Hauptinhalt springen

Eine Hand wäscht die andere

Die milden Sanktionen gegen die UBS sind der Lohn dafür sind, dass die Bank aktiv das Kartell aufdecken half

Die UBS kann sich nicht beklagen. Sie kommt für ihr Mitmachen an einem illegalen Kartell im Devisen­handel mit einer überraschend geringen Busse davon. Alle anderen Kartellmitglieder haben deutlich schärfere Sanktionen zu gewärtigen. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten werden auch zwei US-Banken, die bis anhin auffällig geschont wurden, zu einem Schuldgeständnis ­gezwungen.

Die Schwere der Sanktionen zeigt, dass die ­US-Justiz straffällig gewordene Banken härter anpackt, als dies in und kurz nach der Finanzkrise der Fall war. Das Risiko eines Kollapses des Finanzsystems ist gesunken; und die Justiz kann die Schrauben entsprechend anziehen. Doch sollten die Milliarden­bussen nicht davon ablenken, dass in keinem Fall die Topkaderleute zur Rechenschaft gezogen werden, obwohl es sich bei den Banken durchweg um rückfällige Täterinnen handelt. Dies ist und bleibt eine der Schwachpunkte in der Strafverfolgung von Finanz­instituten, die offenkundig zu gross und mächtig geworden sind, um sie individuell vor Gericht zu stellen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.