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Er arbeitete sich fast zu Tode

Zehn Jahre lang hat Matthias Nyffeler die Arbeitsdosis gesteigert. Dann brach er auf einer Raststätte zusammen. Nun kommt seine Geschichte ins Kino.

Gewährt Einblick in die harte Zeit nach dem Zusammenbruch: Matthias Nyffeler. Foto: Sabina Bobst
Gewährt Einblick in die harte Zeit nach dem Zusammenbruch: Matthias Nyffeler. Foto: Sabina Bobst

Ein wenig kam sich Matthias Nyffeler vor wie im falschen Film. Er sass im Kino und sah auf der Leinwand diesen Manager, der von seinem unmenschlichen Arbeitspensum berichtete: Abfahrt mit dem Auto um 3.45 Uhr im Berner Oberland, 6 Uhr Ankunft im Medizinaltechnikunternehmen am oberen Zürichsee, weil es dann auf den Strassen und im Büro noch ruhig ist, Heimfahrt nach 21 Uhr, Ankunft zu Hause gegen Mitternacht. Manchmal sprachen ihn die Nachbarn vor dem Haus an mitten in der Nacht, wollten ihn zur Besinnung bringen; er beschwichtigte, er habe das Schlimmste bald überstanden, und dachte: «Was wissen die denn.» Mit der Zeit sparte er sich öfter das Pendeln, verbrachte die ohnehin kurze Nacht im Büro, sass um halb drei im Pyjama am Computer, weil am Ende des Tages so viel Arbeit übrig geblieben war.

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