US-Börsen stürzen ab, UBS-Aktie trotzt dem Trend

Fast fünf Prozent Minus bei der Tech-Börse Nasdaq. Auch die Schweizer Börse eröffnet negativ.

Heftige Turbulenzen an Wallstreet. Bild: Richard Drew/AP

Heftige Turbulenzen an Wallstreet. Bild: Richard Drew/AP

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Die amerikanischen Börsen haben am Mittwoch ihre Talfahrt fortgesetzt. Der Dow Jones fiel 2,4 Prozent und schloss auf 24’583. Der breiter gefasste S&P 500 gab sogar 3,1 Prozent auf 2656 nach. Am schlimmsten traf es den Index der Technologiebörse Nasdaq. Wegen deutlichen Verlusten von Schwergewichten wie Amazon, Google und Facebook verlor er 4,4 Prozent auf 7108. Seit dem Rekordhoch von Ende September hat der Nasdaq Composite inzwischen mehr als 10 Prozent verloren und befindet sich damit in einer Korrektur. Der S&P 500 und der Dow Jones haben sämtliche Kursgewinne dieses Jahres verloren.

Auch die Schweizer Börse eröffnete am Donnerstag im Minus. Allerdings fallen die Kurse bei Weitem nicht so heftig wie in den USA. Der Schweizer Leitindex SMI ist mit Abschlägen von mehr als einem Prozent gestartet, hat seine Abgaben innerhalb der ersten Handelsstunde dann aber doch klar eindämmen können. Gegen den Trend legte die Aktie der UBS zu. Die Grossbank hatte bessere Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt als die Analysten erwartet hatten.

Eine ähnliche Bewegung ist auch an einigen europäischen Märkten zu beobachten. So hat der Dax annähernd 100 Punkte seit seinem bisherigen Tagestief wettgemacht und steht mit aktuell -0,15 Prozent bei 11'179,10 Punkten nur noch knapp im Minus. Derweil steht der französische Cac 40 sogar mit 0,47 Prozent im Plus. Die Bewegung zeigt, dass sich die Märkte in Europa anders als ihre asiatischen Counterparts etwas von den schwachen US-Vorgaben lösen können. In Asien ist etwa der Nikkei-Index mit einem Kursverlust von 3,7 Prozent auf dem tiefsten Stand seit sieben Monaten aus dem Handel gegangen.

Der Nasdaq fällt weiter: Aktuell liegt der Technologie-Index bei Minus 4,6 Prozent (Stand 9.50 Uhr).

«Es gibt derzeit viel Angst im Markt», sagte Bryan Reilly, Direktor bei CIBC Private Wealth Management. Zu den steigenden Kursen der vergangenen Monate hätten starke Gewinne der Unternehmen beigetragen. Die aktuellen Bilanzen seien aber nicht mehr so robust wie in der ersten Jahreshälfte.

Auf der Suche nach Sicherheit flüchteten Investoren in US-Staatsanleihen. Der Zins auf zehnjährige Treasuries sank 5 Basispunkte auf 3,12 Prozent, wobei sich Preise und Renditen am Bondmarkt in entgegengesetzte Richtung bewegen. Der Goldpreis hielt sich stabil auf 1’236.40 Dollar pro Unze.

Boeing zählt zu den wenigen Gewinnern

Vor allem Chipanbieter standen unter Druck, nachdem die Branchenriesen Texas Instruments und STMicroelectronics vor einer schwächeren Nachfrage warnten. Schon am Dienstag hatte der Baumaschinen-Konzern Caterpillar einen enttäuschenden Ausblick vorgelegt und Industrie-Werte mit in den Keller gezogen. Am Mittwoch hob gegen den Trend zwar Boeing die Prognose an. Das konnte die allgemeine Stimmung aber nicht aufhellen.

Zu den wenigen Gewinnern am Kurstableau zählten die Aktien von Boeing mit einem Plus von 1,3 Prozent. Der Flugzeugbauer hob auch dank einer boomenden Nachfrage nach Militärmaschinen seine Prognose an.

Texas Instruments sackten indes 8,2 Prozent ab. Der US-Konzern, dessen Halbleiter von der Autoindustrie bis zur Verbraucherelektronik eingesetzt werden, enttäuschte mit den Erlösen im abgelaufenen Quartal und mit seinem Ausblick auf die letzten drei Monate 2018. Die Nachfrage habe sich über alle Märkte hinweg abgeschwächt, sagte Firmenchef Rich Templeton.

Tesla überrascht positiv

Auch der Telecom-Koloss AT&T enttäuschte mit seinem Zwischenbericht. Unter Druck standen zudem Ford und Microsoft, die nach Börsenschluss ihre Zahlen vorlegten. Besser als erwartete Abschlüsse gaben beiden Titeln dann im nachbörslichen Handel Auftrieb.

Gut aufgenommen wurde auch das Ergebnis von Tesla. Der US-Elektroautopionier hat den ersten Quartalsgewinn seit zwei Jahren erzielt. Dank der anziehenden Produktion des Hoffnungsträgers Model 3 stieg das Nettoergebnis im dritten Quartal auf 311,5 Millionen Dollar, wie der Konzern am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte.

(oli/Reuters)

Erstellt: 25.10.2018, 10:51 Uhr

Update folgt...

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