Zum Hauptinhalt springen

Facebook will bei der Partnersuche behilflich sein

Mark Zuckerberg möchte Nutzer mit einer neuen Dating-Funktion verkuppeln – langfristig, wie er sagt. Zudem verspricht er eine neue Löschfunktion.

Mark Zuckerberg will Facebook zur Dating Plattform machen.
Mark Zuckerberg will Facebook zur Dating Plattform machen.
Marcio Jose Sanchez/AP, Keystone
Die neue Funktion sei nicht auf schnelle Sextreffs ausgerichtet sondern auf die Vermittlung langfristiger Partnerschaften.
Die neue Funktion sei nicht auf schnelle Sextreffs ausgerichtet sondern auf die Vermittlung langfristiger Partnerschaften.
Justin Sullivan/AFP, Keystone
Der Facebook-Chef wirkt zu Beginn der Sitzung sehr nervös, dann gewinnt er aber an Sicherheit.
Der Facebook-Chef wirkt zu Beginn der Sitzung sehr nervös, dann gewinnt er aber an Sicherheit.
Andrew Harnik, Keystone
1 / 11

Es soll eine seriöse Plattform werden, und nicht um One-Night-Stands gehen: Facebook geht einen Schritt in Richtung Partnerbörse. Gründer und Chef Mark Zuckerberg kündigte an, dass dazu eine App in die Social-Media-Plattform integriert werden soll. Der Fokus sei dabei von Anfang an auf die Datensicherheit gelegt worden, verspricht er.

Die Funktion sei nicht dazu gedacht, einmalige Treffen zu erleichtern, sagte Zuckerberg an der Entwicklerkonferenz im kalifornischen San José. Vielmehr soll sie Menschen helfen, dauerhafte Beziehungen über das Netzwerk aufzubauen.

Interessierte Nutzer sollen künftig neben ihrem herkömmlichen Facebook-Profil ein gesondertes Dating-Profil zur Partnersuche angelegen können, sagte Zuckerberg. «Basierend auf Präferenzen, gemeinsamen Interessen und gemeinsamen Freunden werden dann potenzielle Treffer vorgeschlagen», sagte Zuckerberg. Rund 200 Millionen Facebook-Nutzer identifizierten sich als Single, sagte Zuckerberg - und er verwies darauf, dass in den USA inzwischen jede dritte Ehe durch eine Bekanntschaft über das Internet beginne.

Zuckerberg kündigt «Clear History» an

Facebook steht seit dem jüngsten Skandal um den Abfluss von Nutzerinformationen an die Analysefirma Cambridge Analytica unter massivem Druck, den Datenschutz zu verbessern. Der Zugang von Softwareentwicklern zu Nutzerdaten wurde bereits eingeschränkt. Nun verspricht Zuckerberg weitere Verbesserungen.

Nutzer sollen eine einfachere Möglichkeit erhalten, einige gesammelte Informationen wie die Liste besuchter Websites oder angeklickter Links zu löschen. Ausserdem könnten die Nutzer künftig auch verhindern, dass Daten über ihre Interaktionen mit anderen Websites und Apps überhaupt gespeichert werden.

Zusammenarbeit mit Aktivisten

Zuckerberg verglich die Funktion «Clear History» mit dem Entfernen ähnlicher Informationen in Webbrowsern. Genauso könne ein solcher Schritt auch die Nutzung von Facebook weniger komfortabel machen, betonte er.

Zuckerberg machte die Ankündigung kurz vor Beginn der Entwicklerkonferenz F8 in San Jose. Es werde «einige Monate» dauern, die Funktion zu entwickeln. Zunächst werde man sich Informationen ansehen können, die andere Websites und Apps mit Hilfe von Facebooks Analysewerkzeugen über die Nutzer gesammelt haben. Bei der Entwicklung will Facebook auch mit Datenschützern, Aktivisten und Wissenschaftlern zusammenarbeiten.

sda/afp/oli/SZ

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch